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Der Gynäkologe

, Volume 36, Issue 6, pp 515–521 | Cite as

Kommunikation mit Krebspatienten

  • K. Buser
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Zusammenfassung

Kommunikation mit Krebspatienten betrifft den gesamten verbalen und nonverbalen Umgang mit Patienten. Da die Erkrankung bei den meisten Krebspatienten existenzielle Ängste erzeugt, erfordert der adäquate Umgang mit ihnen eine professionelle Kommunikationskompetenz. Einige Grundsätze der professionellen Kommunikation sind: "Man kann nicht nicht kommunizieren", "Nichtsprachliche Kommunikationselemente können informativer sein als sprachliche", "Keine Aussage hat einen objektiv eindeutigen Sinngehalt".

Drei Kategorien von Kommunikationskompetenzen können unterschieden werden: "aushalten können", "sprechen können", "helfen können". Die Konfrontation mit Leiden Tod und Sterben und ihren Folgen muss ertragbar sein. Gesprächstechniken wie z. B. aktives Zuhören, Paraphrasieren oder Spiegeln von Gefühlen sind erlernbar und machen Gespräche gezielter und erfolgreicher. Gute Gespräche entsprechen den Anforderungen von positiver Wertschätzung, Echtheit, Empathie und Verständlichkeit. Der einfühlsame Umgang mit sterbenden Patienten setzt die Kenntnis der in der letzten Lebensphase bestehenden Bedürfnisse voraus.

Schlüsselwörter

Kommunikation Krebspatient Gesprächstechniken Folgen von Krebserkrankungen 

Abstract

Communicating with cancer patients involves the complete verbal and nonverbal attendance on patients. As their disease leads to an existential angst for most cancer patients, an adequate approach to them requires professional communication competence. Some of the principles of professional communication imply: "it is impossible not to communicate", "nonverbal communication can be more informative than verbal", "no message has an objectively clear sense". Three categories of communicative competence can be distinguished: "the ability to sustain", "the ability to speak", "the ability to help". The professional should be able to sustain the confrontation with suffering, death and dying and their consequences, and be competent to mediate this. Conversation techniques such as active listening, paraphrasing or reflecting feelings can be learned and lead to a more successful and more effective conversation. Good conversation meets the standard of positive personal estimation, authenticity, empathy and comprehensibility. The empathetic attendance on dying patients implies a knowledge of the needs involved with this last period of life.

Keywords

Communication Cancer patient Conversation techniques Consequences of cancer 

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Copyright information

© Springer-Verlag 2003

Authors and Affiliations

  1. 1.Abteilung Epidemiologie, Sozialmedizin und GesundheitssystemforschungMedizinische Hochschule HannoverDeutschland
  2. 2.Abteilung Epidemiologie, Sozialmedizin und GesundheitssystemforschungMedizinische Hochschule HannoverHannoverDeutschland

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