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Therapieoptionen des hormonrefraktären Prostatakarzinoms

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Die therapeutischen Möglichkeiten des hormonrefraktären Prostatakarzinoms sind begrenzt. Solange ein hormonrefraktäres Prostatakarzinom noch hormonsensibel ist, sollten sekundäre hormonelle Therapieoptionen angewandt werden. Hierzu gehört das Absetzen des Antiandrogens mit einem Progreß unter maximaler Androgenblockade. Ein so möglicherweise ausgelöstes Antiandrogenentzugssyndrom ist mittlerweile für alle antiandrogen wirksamen Medikamente nachgewiesen worden. Weiterhin kann durch eine Suppression der Androgenproduktion der Nebenniere bei einer Vielzahl der Patienten auch bei erneutem Progreß nach Absetzen des Antiandrogens eine Senkung des PSA-Wertes und eine Verbesserung der Lebensqualität der Patienten erreicht werden. Ob hierdurch das Überleben des Patienten verlängert werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend zu beurteilen. Sollte eine Chemotherapie in Erwägung gezogen werden, ist deren Benefit stets gegenüber den oft erheblichen Nebenwirkungen abzuwägen. Patienten sollten dann möglichst im Rahmen kontrollierter Studien behandelt werden. Begleitende supportive Maßnahmen, insbesondere eine moderne Schmerztherapie, ist ein weiterer integraler Bestandteil der Therapie.

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Graefen, M., Hammerer, P., Haese, A. et al. Therapieoptionen des hormonrefraktären Prostatakarzinoms. Urologe [A] 39, 267–273 (2000). https://doi.org/10.1007/s001200050354

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