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Der Urologe

pp 1–1 | Cite as

Die wissenschaftlichen Beiträge und deren Auswahlverfahren für den 71. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. 2019

  • O. W. HakenbergEmail author
Editorial
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Selection procedure of scientific contributions for the 71st annual conference of the German Society of Urology 2019

Der vorliegende Sonderband enthält die Abstracts des diesjährigen Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) in Hamburg vom 18. bis 21. September. Der Aufruf zur Abstract-Einreichung zu diesem 71. Kongress der DGU wurde im Dezember 2018 in Der Urologe veröffentlich. Zusätzlich wurden alle Mitglieder über einen persönlichen E‑mail-Newsletter darüber informiert.

Das Ende der Einreichungsfrist war der 1. März 2019. Eingereicht wurden 548 Abstracts zu 37 vorgegebenen Themengebieten; 6 Abstracts wurden von den Autoren nachträglich zurückgezogen.

Die Bearbeitung aller Abstracts erfolgte über ein Online-Portal (Firma documediaS, vormals Pharma Service, Hannover). Beiträge konnten in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden.

Alle Abstracts wurden von Gutachtern in einem zweistufigen Verfahren beurteilt. Im ersten Schritt wurde jedes Abstract von vier urologischen Gutachtern nach dem Schulnotenprinzip bewertet. Dabei wurde die inhaltliche Qualität bewertet und auf mögliche Doppelpublikationen oder Mehrfacheinreichungen im Sinne von „data slicing“ geachtet. Im zweiten Schritt wurden alle Abstracts von den Obergutachtern inhaltlich und anhand der Bewertung durch die Vorgutachter endgültig bewertet. Abstracts mit einer durchschnittlichen Bewertung von einer Note von mindestens „3“ wurden angenommen. Obergutachter waren die Mitglieder der vom Präsidenten bestellten Programmkommission. Nach inhaltlichen und thematischen Gesichtspunkten wurden schließlich aus den angenommenen Abstracts die Vortragssitzungen zusammengestellt.

Von den 548 eingereichten Abstracts, darunter 31 Videobeiträge, wurden 378 angenommen (68,9 %). Damit lag die Ablehnungsquote bei 29 %. Dazu im Vergleich die Ablehnungsquoten der vergangenen Jahre: 2018 25,6 %, 2017 31 %, 2016 43,6 %, 2015 36,3 %, 2014 45 %, 2013 44 % und 2012 41,2 %. Insgesamt ist die Zahl eingereichter Abstracts in den letzten 3 Jahren rückläufig gewesen, gleichzeitig ist die Ablehnungsquote gesunken, in den letzten 3 Jahren jedoch stabil geblieben.

Inhaltlich bemerkenswert ist, dass sich auch die thematischen Schwerpunkte verschoben haben. Quantitativ ganz im Vordergrund steht das Prostatakarzinom und hier ganz besonders die Diagnostik mittels MRT und anderen Verfahren. Die MRT-Diagnostik allein füllt drei Vortragssitzungen, die Therapie des Prostatakarzinoms sechs. An zweiter Stelle des aktuellen wissenschaftlichen Interesses steht das Urothelkarzinom, gefolgt vom Nierenkarzinom. Demgegenüber ist das wissenschaftliche Interesse an der benignen Prostatahyperplasie (BPH) scheinbar vergleichsweise gering, zur Kinderurologie gab es nur ganz wenige Abstracts. Man kann an dieser Verteilung durchaus ablesen, wie sich die Schwerpunkte innerhalb der Urologie verschieben.

Es ist gelungen, mit den eingereichten Vorträgen spannende Sitzungen zusammenzustellen. Mein Dank gilt allen Autorinnen und Autoren, den Gutachterinnen und Gutachtern, den Mitgliedern der Programmkommission sowie dem Team der Kongressorganisationsteam der DGU und der Firma documediaS. Allen Besuchern wünsche ich gutes Gelingen, spannende Diskussionen und neue Impulse für die weitere Arbeit.

Prof. Dr. Oliver Hakenberg

DGU Präsident

Notes

Interessenkonflikt

O.W. Hakenberg gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Klinik und Poliklinik für UrologieUniversitätsmedizin RostockRostockDeutschland

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