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Der Radiologe

, Volume 59, Issue 4, pp 292–292 | Cite as

Gallenwege

  • Thomas HelmbergerEmail author
Einführung zum Thema
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Biliary tract

Liebe Leserinnen und Leser,

denken wir an Gallenwegerkrankungen, so denken wir üblicherweise an Gallenblasen- oder Gallangangstein. Zu Recht, denn etwa 15 % aller Frauen und 7,5 % aller Männer entwickeln im Laufe ihres Lebens Gallensteine, wobei diese nur bei etwa einem Viertel der Betroffenen zu Symptomen wie Koliken oder Cholezystitis führen. Die Diagnose fällt uns in der Regel sehr leicht, da selbst nicht oder nur teilweise verkalkte Gallensteine unseren bildgebend Verfahren und damit unserer Diagnose nicht entgehen. Darüber hinaus gibt es jedoch einen bunten Strauß an idiopathischen, inflammatorischen und neoplastischen biliären Erkrankungen, die sich klinisch und radiologisch in einem breiten Spektrum von minimalen bis augenscheinlichen Veränderungen präsentieren können. Diese werden Ihnen in diesem Heft einschließlich neuerster Erkenntnisse zu den immunologisch assoziierten Gallenwegerkrankungen präsentiert.

Abgesehen von Zufallsbefunden bei der Bildgebung, werden die biliären Erkrankungen meist von Internisten/Gastroenterologen primär mittels Sonographie und Endoskopie abgeklärt. Nicht selten erfordern dabei jedoch komplexere Befunde die radiologische Unterstützung zur artdiagnostischen Einordnung bis hin zur therapeutischen Planung. Hierzu haben Ihnen auf dem Gebiet der biliären Erkrankungen ausgewiesene Experten aus Gastroenterologie und Chirurgie typische Erkrankungen und Fragestellungen zusammengestellt. Diese können uns zwar diagnostisch herausfordern, wir haben für deren Beantwortung aber auch die geeigneten Mittel, wie an den entsprechenden Beiträgen zu CT und MRT der Gallenwege gezeigt wird.

Wenn auch die Endoskopie bei der Therapie zahlreicher Gallenwegerkrankungen die Hauptrolle spielt, so lassen sich komplexe therapeutische Probleme häufig erst im Zusammenspiel von Endoskopie, radiologischer Intervention und Chirurgie lösen, wie in den entsprechenden Beiträgen erläutert wird.

Wir wünschen Ihnen beim Lesen dieses Heftes viel Vergnügen und eventuell den ein oder anderen kleinen Aha-Effekt,

Ihr

Prof. Dr. Thomas Helmberger

Notes

Interessenkonflikt

T. Helmberger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und NeuroradiologieKlinikum BogenhausenMünchenDeutschland

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