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Der Nervenarzt

, Volume 71, Issue 2, pp 91–95 | Cite as

Diffusionsgewichtetes MRT bei Creutzfeldt-Jakob-Patienten

  • S. Kropp
  • M. Finkenstaedt
  • Inga Zerr
  • A. Schröter
  • Sigrid Poser
Originalien

Zusammenfassung

Die sichere Diagnose der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit kann nur bioptisch oder autoptisch durch Untersuchung von Hirngewebe gestellt werden. Die klinische Verdachtsdiagnose erhärten können technische und laborchemische Untersuchungen; hierzu gehört neben dem EEG die Surrogatmarkerbestimmung im Liquor. Nachdem sich bei der Mehrzahl der Patienten Veränderungen der Basalganglien gezeigt haben, gehört das MRT zu den bildgebenden Verfahren, die bei Verdacht auf CJD eingesetzt werden können. Inzwischen ist die Diffusionswichtung (DWI) in die neuroradiologische Diagnostik eingeführt worden.

DWI-gewichtete MRTs bei 5 CJD-Patienten wurden von uns untersucht. Alle 5 Fälle zeigten im DWI-MRT signalintense Veränderungen der Stammganglien. Diese Veränderungen waren jeweils deutlicher als in der T2, Flair- oder Protonenwichtung. Das DWI-MRT halten wir für sensitiver zum Nachweis kortikaler und basaler Veränderungen bei CJD-Patienten im Vergleich zu Standardsequenzen. Durch die kurze Untersuchungszeit können besonders bei den häufig vorhandenen Myoklonien andere Wichtungen aufgrund von Bewegungsartefakten oftmals nicht in der gewünschten Qualität durchgeführt werden.

Schlüsselwörter Creutzfeldt-Jakob-Krankheit Diagnostik Diffussionswichtung MRT Bildgebung Übertragbare spongiforme Enzephalopathien 

Summary

Today the diagnosis of Creutzfeldt-Jakob disease (CJD) is proven only postmortem or by evidence of neuropathology. During the patient's lifetime EEG recordings or cerebrospinal fluid analysis may support the diagnosis. In most cases, T2-MRI scans show hyperintensities of the basal ganglia. A new imaging technique called diffusion-weighted MRI (DWI) has recently been established. The sensitivity of DWI was evaluated in five patients suspected of CJD. All five cases showed hyperintense signal changes in the basal ganglia on DWI sequences. These findings were more pronounced in DWI than in T2, FLAIR, or PD-weighted images. Thus, DWI seems to be the most sensitive sequence for detecting changes in patients with suspected CJD. Moreover, its short scanning time ensures that fewer artifacts occur, especially in the case of myoclonus.

Key words Creutzfeldt-Jakob disease Diagnosis Diffusion-weighted image MRI Brain images Transmissible spongiform encephalopathies 

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • S. Kropp
    • 1
  • M. Finkenstaedt
    • 2
  • Inga Zerr
    • 1
  • A. Schröter
    • 1
  • Sigrid Poser
    • 1
  1. 1.Klinik und Poliklinik für Neurologie, Georg-August-Universität GöttingenDE
  2. 2.Abteilung Röntgendiagnostik III, Georg-August-Universität GöttingenDE

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