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Der Nervenarzt

, Volume 85, Issue 11, pp 1436–1437 | Cite as

Verhaltensexzesse sind ätiologisch heterogenes Symptomverhalten

Leserbriefe
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Zum Themenheft Verhaltenssüchte, Nervenarzt 84 5/2013, und zum Eckpunktepapier Nr. 2 der DGPPN vom 27. Februar 2013.

Leserbrief

I. Hand

Hamburg

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hat als Resultat der Arbeit ihrer „Task Force Verhaltenssüchte“ festgestellt, dass „das Suchtmodell… gute Ansatzpunkte für eine effiziente und nachhaltige Prävention und Therapie von Verhaltenssüchten“ biete, insbesondere durch „die Nutzung von kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren“.

Ob „Verhaltensexzesse“ dem Spektrum der Suchterkrankungen oder dem der Neurosen zuzuordnen sind, ist aber, trotz DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) -5, international umstritten. Die folgende Stellungnahme erfolgt aus 30-jähriger Erfahrung in der Beforschung und Verhaltenstherapie sog. neurotischer Störungen, u. a mit pathologischem Glücksspielen (bis 2008 am Universitätsklinikum HH, seither an der „Verhaltenstherapie Falkenried“).

Behavioral excesses are symptom behaviours of heterogeneous etiology

Notes

Interessenkonflikt

I. Hand gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.-HamburgDeutschland

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