Moderne Diagnostik beim akuten Hirninfarkt Diffusionsgewichtete Bildgebung und ADC-Berechnungen
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Zusammenfassung
Beim Hirninfarkt können kleine Infarkte computertomographisch im akuten Stadium oft nicht nachgewiesen werden. Die diffusionsgewichtete Kernspintomographie (DWI) ist ein neues Verfahren, das es ermöglicht, einen Hirninfarkt im Vergleich zur Computertomographie (CT) deutlich früher zu diagnostizieren. Die scheinbare Diffusion kann durch Berechnung des scheinbaren Diffusionskoeffizienten (ADC) quantifiziert werden.
In dieser Arbeit wird die DWI vorgestellt, ihre Bedeutung bei der Diagnostik des akuten Hirninfarkts beschrieben und sie wird mit der CT verglichen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die ADC-Veränderung in Abhängigkeit von der Zeit zwischen Symptombeginn und der DWI.
Dabei lässt sich feststellen, dass die berechneten ADC-Parameteraufnahmen es ermöglichen, die scheinbaren Diffusionsverhältnisse im Verlauf des Hirninfarkts quantitativ zu erfassen und den Zeitpunkt des Ischämiebeginns einzugrenzen. Auch bei der Evaluation neuer Therapieschemata könnte der ADC dazu genutzt werden, die Wirksamkeit der eingesetzten Therapeutika objektiv zu kontrollieren und quantitativ zu bestimmen.
Summary
Many different methods have been established for the diagnosis of cerebral stroke. During the acute phase, small infarctions are often not detectable by computer tomography (CT). Diffusion weighted imaging (DWI) is a new tool which enables the detection of cerebral infarction earlier than is possible by CT. By using DWI it is possible to quantify changes in diffusion by calculating the apparent diffusion coefficient (ADC). ADC maps calculated using DWI therefore enable the quantification of the apparent diffusion conditions and allow the determination of the onset of cerebral ischemia. DWI can be used in the evaluation of new therapeutic strategies by controlling and quantifying the effect of new therapeutic agents.
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