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Der Unfallchirurg

, 112:896 | Cite as

Universitäres Benchmarking

Eine IST-Analyse
  • M.J. RaschkeEmail author
  • C. Josten
  • F. Gebhard
  • S. Ruchholtz
  • U. Stöckle
  • R. Meffert
  • H. Zwipp
In der Diskussion

Zusammenfassung

Die fallpauschalierte Vergütung und die damit einhergehende Leistungsverdichtung in den Kliniken der Maximalversorgung haben zu einer erheblichen Zunahme des ökonomischen Drucks geführt. Um Kliniken auch nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten bewerten zu können, werden in fast allen Krankenhäusern Berichte mit ökonomischen Kennzahlen erstellt. Um die Validität und Vergleichbarkeit dieser Zahlen zu prüfen, wurden die Kennzahlen von 7 unfallchirurgischen Kliniken der Maximalversorgung verglichen. Neben Strukturdaten wurden die patientenbezogenen klinikspezifischen Kosten in verschiedenen Bereichen analysiert. Obwohl die Kostenkalkulation in allen Häusern auf der InEK-Methodik beruhte, ergaben sich erhebliche Differenzen, insbesondere bei der Verteilung auf andere medizinische Abteilungen (z. B. Radiologie, Labor, Anästhesie) sowie der Kosten der Infrastruktur. Diese Differenzen sind nicht nur auf eine unterschiedliche Effizienz der einzelnen Kliniken zurückzuführen, sondern sind auch der unzureichenden Standardisierung der Kostenkalkulation anzulasten. So sind denn die Kennzahlen mit der gebotenen Sorgfalt und kritischer Prüfung zu interpretieren – dies gilt auch und besonders für die zunehmende Flut von Kennzahlen, die zur innerklinischen ökonomischen Beurteilung einer unfallchirurgischen Klinik herangezogen werden. Ein verlässliches Benchmarking wird erst dann möglich sein, wenn eine einheitliche Systematik für die Erfassung ökonomischer Kennzahlen existiert.

Schlüsselwörter

„Diagnosis-related groups“ (DRG) Benchmarking Kostenanalyse Unfallchirurgie Maximalversorger 

University benchmarking

A current status analysis

Abstract

Lump sum reimbursement and the resulting concentration of medical treatment in maximum care clinics have led to substantial increase in economic pressure on university hospitals. Nearly all hospitals have introduced business ratios to economically judge each department. In order to evaluate the validity and comparability the business ratios of seven university traumatology departments were evaluated. Structural data as well as cost calculation results in different cost groups were evaluated. Major differences could be identified despite the fact that the cost calculations were all based on the same method (InEK method). In particular the costs for distribution to other medical specialties such as radiology or anesthesiology differed widely. Costs for infrastructure also showed a great variation. Differences in efficiency cannot be the only cause for these discrepancies and lacking standardization of cost calculation methodology is also another major cause. All the business ratios analyzed must be looked at critically and unless a thoroughly standardized methodology of cost calculation is implemented, cost ratios will have a limited potential for hospital benchmarking.

Keywords

Diagnosis-related groups (DRG) Benchmarking Cost analysis Trauma surgery Maximum care clinic 

Notes

Danksagung

Unser besonderer Dank gilt Herrn Dr. Christian Juhra, MBA (Unfallchirurgie Universitätsklinikum Münster), der dieses Projekt durch die Aufarbeitung der Daten und graphische Darstellung nachhaltig unterstützt hat.

Interessenkonflikt

Der korrespondierende Autor gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur

  1. 1.
    INEK-Datensatz 2008Google Scholar
  2. 2.
    Basisfallwerte 2008 der Länder aus AOK-BundesverbandGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag 2009

Authors and Affiliations

  • M.J. Raschke
    • 1
    Email author
  • C. Josten
    • 2
  • F. Gebhard
    • 3
  • S. Ruchholtz
    • 4
  • U. Stöckle
    • 5
  • R. Meffert
    • 6
  • H. Zwipp
    • 7
  1. 1.Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand- und WiederherstellungschirurgieUniversitätsklinikum MünsterMünsterDeutschland
  2. 2.Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische ChirurgieUniversitätsklinikum LeipzigLeipzigDeutschland
  3. 3.Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische und WiederherstellungschirurgieUniversitätsklinikum UlmUlmDeutschland
  4. 4.Klinik für Unfall-, Hand- und WiederherstellungschirurgieUniversitätsklinikum MarburgMarburgDeutschland
  5. 5.Abteilung für UnfallchirurgieKlinikum Rechts der Isar der TU MünchenMünchenDeutschland
  6. 6.Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und WiederherstellungschirurgieUniversitätsklinikum WürzburgWürzburgDeutschland
  7. 7.Klinik und Poliklinik für Unfall- und WiederherstellungschirurgieUniversitätsklinikum DresdenDresdenDeutschland

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