Advertisement

Der Unfallchirurg

, Volume 112, Issue 3, pp 349–352 | Cite as

„Wert“ des medizinischen Dokumentationsassistenten in der Unfallchirurgie

  • J. SchmidtEmail author
  • L. Lorenczewski
  • H.P. Langen
Berufspolitisches Forum

Zusammenfassung

Hintergrund

Fünf Jahre nach der Einführung eines medizinischen Dokumentationsassistenten (MDA) in einer unfallchirurgischen Klinik als Pilotprojekt wird Bilanz gezogen.

Methodik

Ausgewertet werden die Tätigkeiten des MDA sowie seine Eingliederung in den täglichen Ablauf der Klinik. Als messbarer Parameter, also den „Wert“ des MDA, wird die durch eine verbesserte Leistungsdarstellung zusätzlich gehobene Abrechnungsreserve als Bewertungsrelationen (BWR) dargestellt.

Ergebnisse

Der MDA ist mittlerweile ein fester Bestandteil im Ablauf des Klinikalltages. Neben der beratenden Funktion in der Verschlüsselung der ärztlichen Leistungen werden mit hoher Zuverlässigkeit relevante Nebendiagnosen erfasst und die klinischen Verläufe auf zusätzliche erlösrelevante Leistungen überprüft. So werden monatlich durchschnittlich 11,9733 BWR zusätzlich erreicht. Noch nicht durch uns bewertet wurde die verbesserte Dokumentation in den Krankenblättern bei juristischen oder MDK-Überprüfungen. Ferner kann in unserer Klinik durch den MDA die Arbeitskraft einer halben Arztstelle täglich für eigentliche ärztliche Tätigkeiten freigesetzt werden.

Schlüsselwörter

Dokumentationsassistent Erlösverbesserung Dokumentationssicherheit 

The “value” of the medical documentation assistant in trauma surgery

Abstract

Background

Five years after implementation of a medical documentation assistant (MDA) as a pilot project in our trauma department, this paper examines the results.

Methods

We evaluate practice and integration in our daily ward/department work. The measurable parameter or “value” of the MDA is the settlement reserve demonstrated as the cost weight (CW) for better demonstration of performance.

Results

The MDA is now an essential part of the daily routine in our department. In addition to the advisory function in codifying medical services, relevant secondary diagnoses are documented and clinical progress is checked to identify additional profitable services. We thus achieve an average additional monthly CW benefit of 11.4046. We have not yet assessed the improved documentation of medical records, which is especially important when checked by the medical service of the health fund. Furthermore, half of the hours of one doctor can thus be saved and therefore used for proper medical activities every day.

Keywords

Medical documentation assistant (MDA) Total revenue improvement Documentation security 

Notes

Interessenkonflikt

Der korrespondierende Autor gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur

  1. 1.
    Albrecht DM, Scriba PC (2007) Effiziente Strukturen im Gesundheitswesen. Was ist zu tun? Internist (Berl) 48:S20–S25Google Scholar
  2. 2.
    Haak J (2003) Der Dokumentationsassistent macht sich rasch bezahlt und entlastet den Arzt. f&w Führen und Wirtschaften im Krankenhaus 4:364–368Google Scholar
  3. 3.
    Linczak G, Tempka A, Haas N (2003) Entlastung der knappen Recource Arzt. Dtsch Ärztebl 100(40):2563–2566Google Scholar
  4. 4.
    Linczak G, Tempka A, Haas N (2003) Delegation von Verwaltungs- und Dokumentationsaufgaben im stationären Alltag. Unfallchirurg 106:785–788CrossRefGoogle Scholar
  5. 5.
    Linczak G, Tempka A, Haas N (2004) Plädoyer für die Beseitigung arztfremder Kodiertätigkeit. Dtsch Ärztebl 101(33):2242–2243Google Scholar
  6. 6.
    Püschmann P, Haferkamp G, Scheppokat K-D et al (2006) Vollständigkeit und Qualität der ärztlichen Dokumentation in Krankenakten. Dtsch Ärztebl 103(3):121–126Google Scholar
  7. 7.
    Schütz U, Dreinhöfer K, Reichel H (2007) Bedeutung eines Codierbeauftragten Facharztes für die Abbildungsqualität und Vergütung einer orthopädischen Universitätsklinik im G-DRG-System 2005. Z Orthop Unfallchir 145:348–355CrossRefGoogle Scholar
  8. 8.
    Tischendorf JJW, Crede S, Herrmann P et al (2004) Diagnosenverschlüsselung durch Medizinische Dokumentationsassistentin oder Stationsarzt. Dtsch Med Wochenschr 129:1731–1735PubMedCrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag 2009

Authors and Affiliations

  1. 1.Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie mit RettungsstelleHELIOS Klinikum Berlin-BuchBerlin-BuchDeutschland

Personalised recommendations