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Monatsschrift Kinderheilkunde

, Volume 145, Issue 7, pp 693–698 | Cite as

Das Nursing-Bottle-Syndrom Eine Herausforderung für den Kinderarzt

Eine Herausforderung für den Kinderarzt
  • R. Schilke
  • J. A. Lisson
  • B. Rodeck
  • J. Tränkmann
Übersicht
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Zusammenfassung

In letzter Zeit werden Kleinkinder, die an einem Nursing-Bottle-Syndrom (NBS) erkrankt sind, in der zahnärztlichen und kieferorthopädischen Praxis wieder häufiger vorgestellt. Insbesondere aus den neuen Bundesländern wird von einer Zunahme dieser charakteristischen Gebißdestruktion berichtet. In der vorliegenden Literaturübersicht werden die Umstände für das Auftreten des NBS sowie insbesondere die gravierenden Folgen für die Gebißentwicklung dargestellt.

Da die Vorstellung des Kindes bei einem Zahnarzt in der Regel in den 1. Lebensjahren unterbleibt, obliegt dem Kinderarzt als einzige medizinische Bezugsperson auch die Gesunderhaltung der Zähne in dieser Lebensphase. Durch •*eine entsprechende Ernährungslenkung, insbesondere dem Absetzen der Saugflasche nach dem 12. Lebensmonat, •*die Motivation der Eltern zur Zahnpflege mit dem Durchbruch des 1. Zahns, •*die Verhinderung bzw. Minimierung der frühzeitigen Übertragung kariogener Bakterien sowie •*die Überweisung an einen Zahnarzt beim Auftreten erster Läsionen können schwerwiegende Folgen für das Kind, aber auch unnötige Kosten für das Gesundheitssystem vermieden werden.

Schlüsselwörter Nursing-Bottle-Syndrom Saugerflaschensyndrom 1. Dentition Prävention Kinderarzt 

Summary

Lately, toddlers suffering from ”nursing bottle syndrome” (NBS) are seen more frequently in dental and orthodontic practices. In Germany, an increase of NBS is reported since the beginning of the decade, especially in the eastern counties. The present review introduces the circumstances for the development of NBS with respect to the development for both the deciduous and permanent dentition.

In most cases, the pediatrician sees the patient prior to the dentist, which explains his responsibility for the toddlers’ dental health during the first years of life. Serious consequences for the child and superfluous expenses for public health services can be avoided by •*appropriate nutrition, especially by weaning the baby from the nursing bottle at the age of 12 months, •*parent motivation to take immediate care of teeth after the first eruption, •*prevention or minimizing the early infection with cariogenic bacteria, and •*referral of the toddler to a dental practitioner at the occurance of carious lesions.

Key words Nursing bottle syndrome Baby bottle tooth decay Primary dentition Preventive care Pediatrician 

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • R. Schilke
    • 1
  • J. A. Lisson
    • 1
  • B. Rodeck
    • 2
  • J. Tränkmann
    • 1
  1. 1.Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Poliklinik für Kieferorthopädie, Medizinische Hochschule HannoverXX
  2. 2.Zentrum für Kinderheilkunde und Humangenetik, Abteilung II Kinderheilkunde und Pädiatrische Nieren- und Stoffwechselkrankheiten, Medizinische Hochschule HannoverXX

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