Der Internist

, Volume 39, Issue 6, pp 610–612 | Cite as

Antithyreoidale und TSH-suppressive Behandlung bei Morbus Basedow?

  • K. Mann
  • R. Hörmann
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Ein kausal orientierter Therapieansatz der den zugrundeliegenden Immundefekt zu beseitigen oder wesentlich zu verbessern vermag, steht derzeit für den Morbus Basedow nicht zur Verfügung. Die Behandlung ist daher im wesentlichen auf eine Wiederherstellung der euthyreoten Stoffwechsellage ausgerichtet. Grundsätzlich bieten sich gegenwärtig 3 Therapieoptionen an: die medikamentöse Behandlung mit Thyreostatika, die Radiojod-Therapie und die subtotale Thyreoidektomie. Traditionell sowie aus Kapazitätsgründen der Durchführbarkeit einer Radiojod-Therapie nimmt die thyreostatische Therapie in Deutschland einen höheren Stellenwert ein als in anderen Ländern, insbesondere den USA. In Umfragen unter Schilddrüsenexperten wurden die unterschiedlichen Behandlungsgepflogenheiten dokumentiert [17]. Im Zusammenhang mit Bestrebungen die Bedingungen der Radiojod-Therapie im europäischen Verbund zu vereinheitlichen und die sehr strengen deutschen Strahlenschutzbestimmungen zu lockern, um damit erweiterte Kapazitäten für die Durchführung einer Radiojod-Therapie zu schaffen, steht eine Neubewertung der Indikation und kritische Bestandsaufnahme der Wirksamkeit der thyreostatischen Therapie an.

Schlüsselwörter Morbus Basedow TSH-Suppression Thyreostatika Radio-Jodtherapie Thyreoidektomie 

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • K. Mann
    • 1
  • R. Hörmann
    • 1
  1. 1.Abteilung für Endokrinologie, Universitätsklinik EssenXX

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