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Capsaicinoide und Cayennepfeffer-Extrakte

  • Stefanie Melhorn
  • Petra Staubach
Rezepturtipp für die Praxis aus der Praxis

Capsaicinoide sind Naturstoffe, die aus roten Paprikafrüchten (Capsicum frutescens), Spanischem Pfeffer (Capsicum annuum) und Cayennepfeffer (Capsicum fastigiatum) gewonnen werden [1, 2, 3]. Sie werden als Tinkturen, Dickextrakte, Stoffgemische oder Einzelsubstanzen (Capsaicin, Nonivamid) verwendet.

Ein Anwendungsbereich der Capsaicinoide sind wärmende, hyperämisierende topische Zubereitungen bei muskulären Verspannungen im Schulter- und Rückenbereich [1, 2]. Hierfür sowie für die diabetische Polyneuropathie stehen Fertigarzneimittel in Form von Cremes und Pflastern zur Verfügung, die Cayennepfeffer-Extrakte, Capsaicinoide oder Nonivamid enthalten. Darüber hinaus werden Capsaicinoide bei chronischem Juckreiz, Parästhesien und neuropathischen Schmerzen eingesetzt. Für diese Indikationen gibt es mit Ausnahme eines hochkonzentrierten Capsaicin-Pflasters keine Fertigarzneimittel, sondern es können Magistralrezepturen angefertigt werden.

Wirkmechanismus

Capsaicin wird über die Haut...

Capsaicinoids and cayenne pepper extract

Notes

Interessenkonflikt

P. Staubach gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht. S. Melhorn ist für das Neue Rezeptur-Formularium tätig.

Literatur

  1. 1.
    Stahl-Biskup E, Neubeck M (2014) Monographie: Cayennepfeffer (48. Lieferung). In: Bracher F et al (Hrsg) Arzneibuch-Kommentar. Wissenschaftliche Erläuterungen zum Europäischen und Deutschen Arzneibuch. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Avoxa-Mediengruppe Deutscher Apotheker, Stuttgart, EschbornGoogle Scholar
  2. 2.
    Kommission E beim Bundesgesundheitsamt/Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Aufbereitungsmonographie: Capsicum (Paprika), Beilage 22a zum Bundesanzeiger Nr. 22 vom 01.02.1990.Google Scholar
  3. 3.
    Weisshaar E (2001) Capsaicin. In: Korting HC, Sterry W (Hrsg) Therapeutische Verfahren in der Dermatologie – Dermatika und Kosmetika. Blackwell, Berlin, Wien, S 381–383Google Scholar
  4. 4.
    Reimann S, Luger T, Metze D (2000) Topische Anwendung von Capsaicin in der Dermatologie zur Therapie von Juckreiz und Schmerz. Hautarzt 51:164–172CrossRefGoogle Scholar
  5. 5.
    Staubach P, Weisshaar E (2016) Magistralrezepturen zur topischen Therapie des Pruritus. Hautarzt 67:635–639CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Deutscher Arzneimittel-Codex/Neues Rezeptur-FormulariumAvoxa-Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbHEschbornDeutschland
  2. 2.Hautklinik und PoliklinikUniversitätsmedizin MainzMainzDeutschland

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