Zur Verflechtung von Geschlecht, sozioökonomischem Status und Ethnizität im Kontext von Gesundheit und Migration

Leitthema

DOI: 10.1007/s00103-014-2009-1

Cite this article as:
Binder-Fritz, C. & Rieder, A. Bundesgesundheitsbl. (2014) 57: 1031. doi:10.1007/s00103-014-2009-1

Zusammenfassung

Im vorliegenden Beitrag wird einerseits die maßgebliche Bedeutung von Gender als soziale Determinante von Gesundheit dargestellt, andererseits wird hinterfragt, welchen Einfluss Gender-Aspekte auf die Gesundheitsversorgung haben. Da die Gesundheitsversorgung zunehmend in „cross-cultural settings“ stattfindet, werden angesichts der großen soziokulturellen Diversität der Patienten und Patientinnen im europäischen Raum zudem soziodemografische und migrationsspezifische Aspekte beleuchtet. Hierbei wird das Augenmerk insbesondere auf die Wechselwirkungen von Gender mit anderen sozialen Determinanten wie dem sozioökonomischen Status und der Ethnizität gelenkt, die für das ärztliche Handeln und die Interaktion zwischen Arzt/Ärztin und Patient/Patientin von großer Bedeutung sind. Die bei der Implementierung des Diversitätskonzepts geforderte Intersektionalität geht dabei über Gender-Sensitivität hinaus und inkludiert die Berücksichtigung auch anderer Dimensionen von Unterschiedlichkeit, wie etwa Alter, soziale Klasse, Bildung oder Ethnizität.

Schlüsselworter

Gender Gesundheitsversorgung Migration Ethnizität Diversität 

Gender, socioeconomic status, and ethnicity in the context of health and migration

Abstract

This article deals with the significance of gender as a social determinant of health and questions the influence of gender roles in health-care services. In the context of worldwide migration, women and men of different ethnicity or social class meet with health-care providers in cross-cultural medical settings. This setting is a challenge for the European Region and in order to allow for diversity and gender sensitivity in health-care practice, interventions should address a range of factors. The concept of intersectionality goes beyond gender sensitivity and includes the consideration of other dimensions of difference, such as age, social class, education, and ethnicity. The interaction between these social dimensions of health shapes the health needs of patients and also influences doctor–patient communiation and social interaction.

Keywords

Gender Health care Migration Ethnicity Diversity 

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Sozialmedizin, Zentrum für Public HealthMedizinische Universität WienWienÖsterreich

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