Advertisement

Der Anaesthesist

, Volume 50, Supplement 1, pp S24–S29 | Cite as

Erythrozytenqualität nach maschineller Autotransfusion und Wundblutdrainage

  • A. Biedler
  • W. Wilhelm
Fremdbluttransfusion

Zusammenfassung

Bei der Autotransfusion von gesammeltem Wund- und Drainageblut werden 2 Verfahren unterschieden: Entweder wird das aufgefangene Blut direkt nach Filterung retransfundiert oder zuvor durch Zellseparation und Waschung aufbereitet.

Die direkte Drainageblutretransfusion wird am häufigsten postoperativ eingesetzt, die Anwendung ist einfach und mit geringem Aufwand durchführbar. Nebenwirkungen werden mit unterschiedlicher Häufigkeit angegeben, am häufigsten sind febrile Reaktionen. Verantwortlich sollen die im gesammelten Blut unerwünscht enthaltenen Substanzen sein, u. a. freies Hämoglobin, Zelltrümmer, aktivierte Gerinnungsfaktoren, Fibrinolyseprodukte und Entzündungsfaktoren.

Bei der maschinellen Autotransfusion (MAT) wird das gesammelte Wundblut in einer automatischen Waschzentrifuge zentrifugiert und mit einer Waschlösung gewaschen. Das Verfahren wird hauptsächlich intraoperativ eingesetzt und ist im Vergleich zur direkten Drainageblutretransfusion in der Durchführung erheblich aufwendiger und teurer. Vorteil der MAT ist, dass die im gesammelten Blut enthaltenen unerwünschten Substanzen durch den Waschvorgang fast vollständig eliminiert werden. Das Endprodukt ist ein gewaschenes Erythrozytenkonzentrat, dass nahezu frei von Plasmabestandteilen ist.

Schlüsselwörter Maschinelle Autrotransfusion Wundblutdrainage Transfusionsqualität 

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • A. Biedler
    • 1
  • W. Wilhelm
    • 1
  1. 1.Abteilung für Anaesthesiologie und Intensivmedizin, Universitätskliniken des SaarlandesDE

Personalised recommendations