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HNO Nachrichten

, Volume 48, Issue 4, pp 52–52 | Cite as

Auch an eine HIV-Infektion denken

  • Gudrun Girrbach
Medizin aktuell
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Die Zahl der Menschen, die Ende 2016 mit HIV/AIDS in Deutschland lebten, liegt nach Schätzungen bei etwa 89.000. Dabei ist davon auszugehen, dass etwa 13.000 von ihnen noch unentdeckt sind, da noch keine HIV-Diagnose gestellt wurde. Darauf wies Priv.-Doz. Dr. Petra Spornraft-Ragaller, Klinik und Poliklinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Dresden, hin. Die Hauptrisikogruppe bilden Männer, die Geschlechtsverkehr mit anderen Männern haben.

Zahlreiche Manifestationen bei Menschen mit HIV-Infektion finden sich im Kopf-Hals-Bereich an Haut, Mundschleimhaut oder Lymphknoten. Nach der inzwischen weiter vereinfachten CDC-Klassifikation von 1993 erfolgt die Einteilung von HIV/AIDS in die drei klinischen Kategorien A, B und C. In der Phase der akuten Primärinfektion (Kategorie A), die laut Spornraft-Ragaller häufig übersehen wird, kann es auch zu einer Angina oder zu einer akuten Lymphknotenschwellung kommen. In Kategorie B können sich u.a. eine oropharyngeale Candidose, eine orale Haarleukoplakie oder ein Herpes zoster entwickeln. In der AIDS-definierenden Kategorie C kann es u.a. zur Ausbildung einer extrapulmonalen Kryptokokkose, atypischen Mycobakteriose, zu einem Kaposi-Sarkom und zu malignen Lymphomen kommen. Ebenso können ein Seborrhoisches Exzem, eine Mollusca contagiosa oder eine pruritische papulöse Dermatitis assoziiert mit einer HIV-Infektion auftreten.

Literatur

  1. Spornraft-Ragaller P. Sexuell übertrasgbare Erkrankungen. Sondersession der „Arbeitsgemeinschaft HNO-Infektiologie und HygieneGoogle Scholar

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Authors and Affiliations

  • Gudrun Girrbach
    • 1
  1. 1.

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