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Zeitschrift für Ernährungswissenschaft

, Volume 37, Issue 3, pp 288–293 | Cite as

Iodine supplementation of laying hen feed: A supplementary measure to eliminate iodine deficiency in humans?

  • S. Kaufmann
  • G. Wolfram
  • F. Delange
  • W.A. Rambeck
Original contribution

Summary

Iodine deficiency still exists in many countries worldwide, to a certain degree this is also true for Germany. Food of animal origin can be a good source for iodine depending on the feed. To investigate the possible use of laying hen feed enriched with iodine, we conducted a feeding experiment with 40 laying hens receiving feed with different amounts of iodine either as KIO3 or in the form of seaweed. Iodine concentration in eggs increased significantly depending on iodine intake after a 2 week period. Seaweed could also be used as an iodine source by the hens.

A subsequent consumption study with 24 volunteers showed that eggs enriched with iodine can increase human's iodine excretion and therefore improve human's iodine supply. This new strategy is thought to accompany salt iodization programs, not to replace them.

Key words Iodine deficiency – eggs – algae – feed 

Zusammenfassung

Die Jodversorgung ist noch immer in vielen Ländern der Welt, zum Teil auch in Deutschland, unzureichend. Um die Eignung der Jodanreicherung in Hühnereiern zur Ergänzung der Jodmangelprophylaxe zu untersuchen, führten wir Fütterungsversuche mit verschiedenen Jodzulagen an Legehühnern durch. Im Rahmen dieses Versuchs wurde außerdem die Eignung von jodreichen Meeresalgen als Jodquelle in der Hühnerfütterung untersucht. Die Nutzung von Meeresalgen zur Sicherung der Jodversorgung ist vor allem für Länder mit großen Küstengebieten interessant, in denen Meeresalgen als billige, leicht verfügbare Jodquelle zur Verfügung stehen (z.B. Malaysia, Indonesien).

Während des vierwöchigen Fütterungsversuchs mit 40 LSL-Legehühnern erhielten vier Tiergruppen KIO3-Zulagen (0,5–5,0 mg/kg), zwei Gruppen bekamen jodreiche Meeresalgen (Eucheuma spinosum) (5% bzw. 10% im Futter). Leistungs- bzw. Qualitätsunterschiede wurden zwischen den Gruppen nicht festgestellt. Nach vierwöchiger Versuchsdauer stieg der Jodgehalt im Gesamtei in Abhängigkeit von der Jodzulage signifikant an [von 7,2 μg/Ei (ohne Jodzulage) auf 51,4 μg/Ei (+5,0 mg Jod/kg)]. In den Versuchsgruppen, die Meeresalgen im Futter erhielten, kam es ebenfalls zu – im Vergleich zur Rationsgruppe ohne Jodzulage – signifikant höheren Jodkonzentrationen im Ei (33,8 μg Jod/Ei).

Im Rahmen einer fünftägigen Verzehrsstudie wurden die Hühnereier aus dem oben beschriebenen Fütterungsversuch an 24 schilddrüsengesunde Probanden verabreicht (1 Ei/d). Die absolute Jodkonzentration in Spontanurinproben stieg bei den Probanden (50% Männer, 50% Frauen) in Abhängigkeit vom Jodgehalt der verzehrten Eier bereits am dritten Tag tendenziell an. Obwohl lediglich eine relativ einfache Verzehrsstudie durchgeführt werden konnte, geben die Ergebnisse dennoch erste Hinweise auf den positiven Einfluß, den der Verzehr jodangereicherter Hühnereier auf die Jodversorgung ausüben kann.

Schlüsselwörter Jodmangel – Eier – Algen – Futter 

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Copyright information

© Steinkopff Verlag 1998

Authors and Affiliations

  • S. Kaufmann
    • 1
  • G. Wolfram
    • 2
  • F. Delange
    • 3
  • W.A. Rambeck
    • 1
  1. 1.Institut für Physiologie, Physiologische Chemie und Tierernährung, Veterinärstr. 13, D-80539 MünchenDE
  2. 2.Institut für Ernährungswissenschaft, TU München-Weihenstephan, D-85350 FreisingDE
  3. 3.International Council for Control of Iodine Deficiency Disorders, Avenue de la Fauconnerie 153, B-1170 Brussels, BelgiumBE

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