MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 153, Supplement 4, pp 137–142 | Cite as

Paracetamol und die Leber

Schäden bei zugelassenen Dosen?
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Zusammenfassung

Die Möglichkeit von Leberintoxikationen nach therapeutischen Dosen von Paracetamol (maximal 4 × 1 g pro Tag) wird durch retrospektive, nicht aber durch prospektive kontrollierte Studien unterstützt. Retrospektiv werden intendierte oder akzidentelle überdosierungen oft verkannt. Unterernährung, Alkohol oder Medikamente mit induzierender Wirkung auf den hepatischen Metabolismus sind als Risikofaktoren bei normalen Dosen nicht gesichert. Für bestehende Lebererkrankungen wird bei längerdauernder Anwendung eine Dosisanpassung empfohlen. Transiente Transaminasenanstiege (> 3 × oberer Referenzwert) nach normal dosiertem Paracetamol sind ohne entsprechende Symptomatik oder funktionsrelevante Veränderungen (Gesamtbilirubin, Prothrombinzeit) kein Ausweis einer Leberschädigung. Es gibt keine ausreichende Evidenz für Leberschädigungen durch Paracetamol in zugelassener Dosierung.

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© Springer Medizin 2011

Authors and Affiliations

  1. 1.Pharmakologe und ToxikologeRWTH AachenAachenDeutschland

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