Paracetamol und die Leber
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Zusammenfassung
Die Möglichkeit von Leberintoxikationen nach therapeutischen Dosen von Paracetamol (maximal 4 × 1 g pro Tag) wird durch retrospektive, nicht aber durch prospektive kontrollierte Studien unterstützt. Retrospektiv werden intendierte oder akzidentelle überdosierungen oft verkannt. Unterernährung, Alkohol oder Medikamente mit induzierender Wirkung auf den hepatischen Metabolismus sind als Risikofaktoren bei normalen Dosen nicht gesichert. Für bestehende Lebererkrankungen wird bei längerdauernder Anwendung eine Dosisanpassung empfohlen. Transiente Transaminasenanstiege (> 3 × oberer Referenzwert) nach normal dosiertem Paracetamol sind ohne entsprechende Symptomatik oder funktionsrelevante Veränderungen (Gesamtbilirubin, Prothrombinzeit) kein Ausweis einer Leberschädigung. Es gibt keine ausreichende Evidenz für Leberschädigungen durch Paracetamol in zugelassener Dosierung.
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