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MMW - Fortschritte der Medizin

, Volume 153, Supplement 4, pp 115–118 | Cite as

Vitamin-D-Unterversorgung in Deutschland

Gefahr für erhöhte Morbidität und Mortalität?
  • Johann D. Ringe
  • Christoph Kipshoven
Article

Zusammenfassung

Vitamin D reguliert den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel und spielt damit eine wichtige Rolle für Knochen, Muskulatur und Nervengewebe. Studien haben darüber hinaus einen Einfluss auf bestimmte Karzinome, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gezeigt. Vitamin D wird in erster Linie in der Haut gebildet — die Vorstufe 7-Dehydrocholesterol wird mithilfe des Sonnenlichts in Colecalciferol (Vitamin D3) umgewandelt — oder mit der Nahrung aufgenommen. In unseren Breitengraden findet die Eigensynthese nur in den Sommermonaten statt. Das Depot im Fettgewebe reicht jedoch meist nicht bis zum nächsten Sommer, ein Vitamin-D-Mangel ist daher häufig. So waren in einer bundesweiten Querschnittstudie (DeViD-Studie, 2007) nur etwa 8% der Probanden ausreichend mit Vitamin D versorgt. Zwei prospektive Studien (2008) wiesen einen signifikanten Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegel und Mortalität nach. Eine Anhebung des Vitamin-D-Spiegels kann entweder durch Sonnenbestrahlung oder die Einnahme von Vit-D-Supplementen in einer täglichen Dosierung von 800–2000 IE (20–50 µg) Colecalciferol erfolgen.

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Copyright information

© Springer Medizin 2011

Authors and Affiliations

  • Johann D. Ringe
    • 1
  • Christoph Kipshoven
    • 2
  1. 1.Westdeutsches Osteoporose Zentrum (WOZ)Klinikum Leverkusen gGmbHLeverkusenDeutschland
  2. 2.Medical AffairsRottapharm Madaus Madaus GmbHKölnDeutschland

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