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Paläontologische Zeitschrift

, Volume 27, Issue 1–2, pp 16–25 | Cite as

Wege und Möglichkeiten mikropaläontologischer Untersuchungen im oberbayerischen Alpenvorland

  • Herbert Hagn
Article

Zusammenfassung

Zunächst wird ein gedrängter Überblick über den geologischen Aufbau der Alpenrandzone gegeben, die sich von Süd nach Nord aus der Flyschzone, dem Helvetikum und der Molasse zusammensetzt. Nach einem kurzen geschichtlichen Rückblick wird auf die Möglichkeiten mikropaläontologischer Arbeiten in der Alpenrandzone eingegangen. Im Vordergrund stehen derzeit Untersuchungen mit vorwiegend stratigraphischem Charakter, die weiterhin wertvolle paläogeographische Rückschlüsse ermöglichen; eine gesicherte Stratigraphie schafft aber auch erst eine gesicherte Tektonik. In diesem Zusammenhang werden einige Beispiele neuerer Gliederungen mit Hilfe von Mikrofaunen in den einzelnen Teilzonen der Alpenrandzone gegeben.

Neben diesen Arbeiten, die im Zeichen der „angewandten Mikropaläontologie” stehen, muß versucht werden, die aufgefundenen Faunen taxonomisch zu bearbeiten und diejenigen Formengruppen besonders herauszugreifen, die phylogenetisch von Bedeutung sind.

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Copyright information

© E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung 1953

Authors and Affiliations

  • Herbert Hagn
    • 1
  1. 1.München

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