Advertisement

Palaeontologische Zeitschrift

, Volume 16, Issue 1–2, pp 76–85 | Cite as

Conodonten-Funde in ursprünglichem Zusammenhang

  • Hermann Schmidt
Article

Zusammenfassung

AlsGnathodus integer n. sp. wurde ein mit verschiedenartigen Conodonten bewaffneter oberkarbonischer Fisch beschrieben, dessen Visceralbögen in neun übereinstimmend deutbaren Funden vorliegen. Es handelt sich um Mandibeln, Hyalzähne und einen Kiemenkorb mit Reusenzähnen, dessen letzte Bögen nach vorn verschoben sind. Aus dieser Verschiebung, der fehlenden Grenze zwischen Zähnen und Deckknochen sowie aus der Form der Mandibel und dem Fehlen größerer Oberkieferknochen wurde auf Zugehörigkeit zu den Placodermen geschlossen. Aus der gleichen Fundschicht stammt einChimaera-ähnlicher Fischkörper mitAcanthaspis-ähnlichem Schulterstachel, dessen Zugehörigkeit vermutet wird.Gnathodus vereinigt die wichtigsten „Gattungen” der zusammengesetzten Conodonten, die einfachen Conodonten sind nicht vertreten.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Angeführte Schriften

  1. Broili, F.: ÜberGemündina stürtzi Trq. — Abh. Bayr. Ak. Wiss. Math.-nat. Abt., N. F.6. München 1930.Google Scholar
  2. Cooper, C. L.: New Conodonts from the Woodfort form. of Oklahoma. J. Paleontology5, 3. Tulsa 1931.Google Scholar
  3. Eichenberg, W.: Conodonten aus dem Kulm des Harzes. — Diese Z.12. Berlin 1930.Google Scholar
  4. Gross, W.: Die phylogenetische Bedeutung der altpaläozoischen Agnathen und Fische. Diese Z.15. Berlin 1933.Google Scholar
  5. Heintz, A.: Revision of the structure ofCoccosteus decipiens Ag. — Norsk geologisk tidskrift12, 1931.Google Scholar
  6. Heintz, A.: Über einige Fischreste aus dem Hunsrückschiefer. — Centralbl. f. Min. usw. Abt. B, 1932.Google Scholar
  7. Hinde, G.J.: On Cambro-Silurian and Devonian Conodonts. — Quart. J. Geol. Soc.35, 1879.Google Scholar
  8. Matern, H.: Neue Conodonten aus Devon und Unterkarbon. — Senckenbergiana15. Frankfurt a. M. 1933.Google Scholar
  9. Pander, C. H.: Monographie der fossilen Fische des silurischen Systems der russischbaltischen Gouvernements. St. Petersburg 1856.Google Scholar
  10. Schmidt, H.: Cephalopodenfaunen des älteren Namur aus der Umgegend von Arnsberg i. W. — Jb. Preuß. Geol. L.-A. 54. Berlin 1933.Google Scholar
  11. Ulrich, E. O. &Bassler, R. S.: A Classification of Conodonts. — Proc. U. S. Nat. Mus.68, 12. Washington 1926.Google Scholar
  12. Klohn, K. H.: Phyllocaridenfunde aus ostrheinischem Oberdevon and Culm. Diese Z.9, 1928.Google Scholar

Copyright information

© E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung 1934

Authors and Affiliations

  • Hermann Schmidt
    • 1
  1. 1.Göttingen

Personalised recommendations