Zur Frage der ovariellen Insuffizienz bei Mongoloidenmüttern
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Zusammenfassung
Es wurde an Hand von 60 Fällen mongoloider Idiotie die vonGeyer aufgestellte Hypothese der sog. „dysplasmatischen Idiotie“ einer Nachprüfung unterzogen. Nur etwa ein Fünftel (11 Fälle) der Mongoloidenmütter ließen im Zusammenhang mit der Mongoloidengravidität Störungen im Sinne einer ovariellen Insuffizienz erkennen. Bei einer Vergleichsserie von 60 Müttern normalsinniger Kinder waren gleichartige Störungen zur Zeit einer Konzeption oder Gravidität eines gesunden Kindes in 18 Fällen nachweisbar. Ovarielle Insuffizienzen sind daher bei Mongoloidenmüttern zumindest nicht häufiger als es dem Durchschnitt entspricht. Die vonGeyer aufgestellte Hypothese über die Entstehung des Mongolismus und anderer schwerer Schwachsinnsformen, die die Ursache dafür in einer Befruchtung von Eiern, die infolge ovarieller Insuffizienzen bei den Müttern in ihrem Plasma geschädigt sind („dysplasmatische Eizellen“), sieht, konnte nicht bestätigt werden. Im Anschluß daran wurden einige genealogische Ergebnisse mitgeteilt.
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Reference
- 1.Geyer, H.: Zur Ätiologie der mongoloiden Idiotie. Leipzig: Georg Thieme 1939.Google Scholar
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- 1.Geburt ist inzwischen erfolgt, gesundes Kind, vgl. Nr. 4.Google Scholar
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- 1.Während der Drucklegung dieser Arbeit ist mir noch ein weiterer Fall von familiärem Vorkommen des Mongolismus bekannt geworden. In einer Reihe von 3 Geschwistern wurde zunächst ein ganz gesunder Knabe geboren; es folgte 7 Jahre später ein mongoloider Knabe, der mit 1 Jahr an Meningitis gestorben ist; 2 Jahre nach dieser Geburt kam noch ein mongoloides Mädchen zur Welt, das jetzt 10jährig ist. Die Menstruationsanamnese der Mutter ergab keinerlei Anhaltspunkte, die das Vorliegen einer ovariellen Insuffizienz wahrscheinlich machen könnten.Google Scholar