Archiv für Ophthalmologie

, Volume 2, Issue 2, pp 1–69

Anatomische Beiträge zur Ophthalmologie

  • Heinrich Müller
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Literatur

  1. *).
    Dort habe ich bereits angeführt, das Wedl (Pathol. Histologie S. 330.) einen einzelnen Fall der fraglichen Veränderung in einem cataractösen Auge schon früher mikroskopisch untersucht und beschrieben hatte.Google Scholar
  2. *).
    Wedl hat ohne Zweifel Stücke der fraglichen Lamelle vor sich gehabt, wenn er die kugeligen Elemente “auf einem hyalinen, starren, losschälbaren Blastem” sitzend fand.Google Scholar
  3. *).
    Wedl und Donders haben als Fettkügelchen Körperchen beschrieben und abgebildet, welche den oben erwähnten so ähnlich sind, dass ich die Vermuthung einer Identität derselben wohl ausprechen darf.Google Scholar
  4. *).
    In einigen Fällen, wo mir auffiel, dass gewisse Strecken des Auges vorwiegend von der Veränderung betroffen waren, während benachbarte frei blieben, vermuthete ich, dass dies mit der Lage der Augenmuskeln in Zusammenhang stehen möchte, doch habe ich noch keine hinreichend bestimmten Erfahrungen darüber machen können. Jedenfalls würde die Lage der schiefen Augenmuskeln dabei auch zu berücksichtigen sein.Google Scholar
  5. *).
    In einem Falle habe ich bei einem 85 jährigen Individuum in weitem Umkreis den Hintergrund mit lauter kleinen Kügelchen, wie Perlen, sehr zierlich besetzt gesehen.Google Scholar
  6. *).
    Da diese Drusen bei auffallendem Licht mit der Loupe als ein weisslicher Ring oder als Theile eines solchen erscheinen, so wäre es möglich, dass sie bisweilen an der Entstehung solcher Figuren bei der ophthalmoskopischen Untersuchung Antheil haben. Ein Theil der weissen Streifen um den Sehnerveneintritt ist aber bestimmt anderen Ursachen zuzuschreiben.Google Scholar
  7. **).
    Dem Stroma der Chorioidea fehlt, wie ich glaube, das Bindegewebe auch beim Menschen nicht so sehr, als jetzt gewöhnlich angenommen wird. Zwischen den pigmentirten zwei- oder mehrstrahligen Zellen, welche den Bindegewebekörperchen analog sind, findet man nicht selten recht deutlich Züge wellenförmigen, durch Essigsäure quellenden Faser-Gewebes, und wo das letztere auch weniger ausgeprägt, sondern eine mehr structurlose Zwischen-Substanz vorhanden ist, dürfte ihr eine analoge Bedeutung nicht abzusprechen sein.Google Scholar
  8. *).
    Ich will dies um so mehr hervorheben, als es vielfach unberücksichtigt bleibt, oder gar geleugnet wird.Google Scholar
  9. *).
    Herr Sappey behauptet neuerdings in den Mém. de la Soc. de Biologie 1854 S. 245, dass man die Capillaren der Chorioidea ohne Injection selbst mit den stärksten Vergrösserungen nicht wahrnehmen könne. Es ist dies bei jungen Individuen nicht schwer, bei alten sehr leicht. Noch auffallender ist es in einer den Gefässen des Auges speciell gewidmeten Abhandlung zu lesen, dass die Capillarschichte überall in der Chorioidea die mittlere zwischen Arterien und Venen sei, und somit Arnold, der sie als die innerste bezeichne, im Irrthum sei. Mit und ohne Injection überzeugt man sich leicht, dass die letztere, zudem allgemein verbreitete Ansicht, vielmehr die richtige ist. Gerade diese Lage zunächst der Retina, von der die Capillaren nur durch Glaslamelle und Pigmentzelle geschieden sind, verleiht der fraglichen Schicht eine besondere Bedeutung.Google Scholar
  10. *).
    Es versteht sich von selbst, dass nicht alle Veränderungen des Pigments, wie sie E. Jäger (Wiener Sitzungsberichte XV. 335.) neuerdings als Pigmentmaceration beschreibt, hieherzuziehen sind, doch dürfte dies vielleicht bei einem Theil der dort angeführten Formen der Fall sein, namentlich bei Pigmentverschiebungen mit geringen anderweitigen Störungen.Google Scholar
  11. *).
    Die von Zinn (Descr. oculi hum. p. 59.) erwähnten “rugae opere reticulato in areas quadrangulares fictae” beziehen sich wohl kaum auf diese, sondern auf die zuvor genannten, mit schwächerer Vergrösserung sichtbaren Fältchen.Google Scholar
  12. *).
    “Villi sive flocculi tenuissimi.” Zinn. a. a. O. Descr. oculi hum. p. 59.Google Scholar
  13. *).
    Brücke beschreibt dieselbe als Fortsetzung der Membrana limitans, die mit der Zonula verwachsen sei, und giebt auch den schliesslichen Uebergang auf die Iris richtig an, jedoch ohne weitere Angaben über die Beschaffenheit der Lamelle.Google Scholar
  14. *).
    Es soll hiermit jedoch durchaus nicht gesagt sein, dass die Lamelle überhaupt sich nicht weiter nach rückwärts erstrecke.Google Scholar
  15. *).
    Erhärtete Präparate sind auch hier von grossem Werth für die Aufklärung der Lageverhältnisse.Google Scholar
  16. *).
    Wenn die mikroskopischen Unebenheiten der Zonula nicht überall genau denen des Ciliarkörpers entsprechen, so erklärt sich dies dadurch, dass zwischen beiden noch das Pigment und die Zellen der pars ciliaris retinae eingeschoben sind. Im Uebrigen ist es wohl nicht ohne Bedeutung, dass Zonula und Ciliarkörper nicht bloss durch die grossen und kleinen Fortsätze, sondern auch durch zapfenartige Vorsprünge und mikroskopische Unebenheiten vielfach in einander greifen. Je enger die Verbindung ist um so mehr wird bei der Accommodation eine Formveränderung des Ciliarkörpers auf die von Helmholtz kürzlich dargestellte Weise vermittelst der Zonula auf die Linse wirken können.Google Scholar
  17. *).
    Henle hat bereits bemerkt, dass die Papillen bisweilen in die Lücken des am Rand der Descemet’schen Haut beginnenden Maschengewebes hineinragen, und ich habe in mehreren Fällen einen Uebergang der papillären Erhebungen in die Anfänge des Balkengewebes verfolgen können. Während die vorderen Schichten der Descemet’schen Membran in ein straffes elastisches Gewebe von lamellösem Gefüge, mit kleineren Lücken übergehen, setzt sich die hintere, oberflächliche Partie der Membran in das lockere, grossmaschige, aus mehr rundlichen Balken gebildete Gewebe fort, welches der vordern Kammer zunächst, resp. in ihr liegt und dem netzförmigen Bindegewebe näher steht. Die Anfänge dieser Stränge nun, wo sie sich aus der Fläche erheben, sind bisweilen knotig, varikös und in derselben Weise fein streifig, als dies bei den Papillen am Rand in denselben Augen der Fall ist. Manchmal sieht man in jenen Balken einen straffen Axenstrang, und eine weichere, wulstige Rindensubstanz, welche eben die Knoten an den Anfängen bildet.Google Scholar
  18. *).
    In wie weit die beschriebenen Warzen, sowie die zum Theil ähnlichen Excrescenzen der Linsenkapsel den Gang der Lichtstrahlen merklich zu stören vermögen, wage ich noch nicht zu entscheiden.Google Scholar
  19. *).
    Stellwag v. Carion (Zeitschrift d. Ges. d.Aerzte zu Wien 1852. II. S. 385) hat bereits einen Fall von Verdickung des peripheren Theils der Descemet’schen Membran beschrieben, und es lässt sich vermuthen, dass die “unregelmässigen, grösstentheils aber parallelogrammatisch begränzten Platten mit rauhem Rand” welche er aufgelagert fand, mit den oben erwähnten warzigen Vorsprüngen der Membran identisch waren. Derselbe führt ferner auch feine Risse an, welche nicht die ganze Dicke der Membran durchsetzten, aber constant in gegenseitiger Entfernung von 0,0055‴ verliefen, was bei den von mir gesehenen nicht der Fall war. Stellwag hält dieselben für ein Zeichen der Zusammensetzung der Membran aus Zellen, was in meinen Fällen nicht wohl möglich war. Ausserdem fand derselbe in der Descemet’schen Haut und vordern Kapselhäfte von atrophischen Augen unregelmässig runde, aus einer Unzahl dunkler Körner bestehende Flecke, welche theils oberflächlich auf der Glashaut, theils aber in ihrer Dicke lagen. Ich weiss nicht, ob dieselben in irgend einer Weise mit den von mir beschriebenen Veränderungen zusammengehören, aber die Deutung, dass die Flecke aus den Zellen hervorgehen, welche ursprünglich das Parenchym der Glashäute constituiren, und dass diese letzteren bei allgemeinem Schwund es Augapfels wieder auf ihre ursprüngliche Gestaltung zurückgehen, möchte kaum stichhaltig sein. Vielleicht handelte es sich auch hier um secundäre Einschliessung zelliger Massen, wie ich sie an Chorioidea und Linsenkapsel gesehen zu haben glaube.Google Scholar
  20. *).
    Kölliker hatte bereits vermuthet, dass die Streifung, welche man an der Descemet’schen Membran wahrnimmt, als der Ausdruck eines bei der Entwickelung in Intervallen vor sich gehenden Wachsthumes der Haut in die Dicke zu deuten sei. Mikr. Anat. II. S. 618.Google Scholar
  21. *).
    Bull. de la Soc. anatomique. Paris 1853. p. 423.Google Scholar
  22. *).
    Auch die a. a. O. bemerkte Rigidität und Spaltbarkeit (fissuration) der Kapsel könnte vielleicht von der Anbildung neuer Schichten abhängig sein.Google Scholar
  23. *).
    Ganz leichte Granulationen, die jedoch keine bemerkbare Trübung verursachten, habe ich allerdings auch in der ursprünglichen Kapsel gesehen.Google Scholar
  24. *).
    Es mag hierbei erwähnt werden, dass an den Stellen, wo sich die Zonula ansetzt, man leicht Bilder erhält, welche eine stellenweise Verdickung an der äussern Fläche anzeigen, die natürlich mit den eben berührten Verhältnissen nichts gemein hat.Google Scholar
  25. **).
    Ich will hier noch anführen, dass ich auch an der vorderen Glaslamelle der Hornhaut eine ungewöhnliche Entwickelung bemerkt habe, da ich aber zufällig gehört habe, dass Prof. Donders sich mit derselben beschäftige, will ich dieselbe nicht weiter berücksichtigen.Google Scholar
  26. *).
    Ich habe Augen von einigen über 90 Jahre aIten Individuen untersucht, an denen die Veränderungen kaum mehr entwickelt waren, als man sie sonst bei 50–60 jährigen findet.Google Scholar
  27. **).
    Das Epithel der Descemet’schen Membran ist keineswegs so vergänglich, als man gewöhnlich glaubt. Man findet dasselbe nicht selten mehrere Tage nach dem Tode vollkommen in situ, und ebenso nach erheblichen Krankheitsprocessen, z. B. unter der fest mit der Hornhaut verlötheten Iris.Google Scholar
  28. *).
    Zeitschrift f. wiss. Zoologie VI. 330.Google Scholar

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© Verlag von Hermann Peters 1856

Authors and Affiliations

  • Heinrich Müller

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