Die Klassifizierung der Brennbarkeit holzhaltiger Platten
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Zusammenfassung und Schlußfolgerung
Es wird der Vorschlag gemacht, ein Maß für die Brennbarkeit plattenförmiger Werkstoffe dadurch zu erreichen, daß die Beflammung unabhängig von der Dicke auf einen festen Wert je cm Breite des Flammenangriffs eingestellt wird. Dieser Wert wird auf Grund von Näherungsrechnungen auf 1 Nl Normenstadtgas je min und cm Probenbreite festgelegt.
Die Auswertung soll mit Hilfe der unter der Gewichtsverlustkurve liegenden Fläche, d. h. dadurch vorgenommen werden, daß die bei den Brandversuchen in bestimmten Zeitintervallen gemessenen Gewichtsverluste in bestimmter Weise summiert werden, wobei aus dem so entstehenden Wert mit Hilfe der anfänglichen Länge oder dem anfänglichen Gewicht der Probe ein relatives oder absolutes Brennbarkeitsmaß errechnet wird.
Eine noch festzulegende Grenze für die Klasse der schwer entflammbaren plattenförmigen Werkstoffe und weitere Klassen kann durch Vergleich mit dem durch Feuerschutzmittel behandelten Lattenschlot, der die Prüfung gemäß DIN 4102 besteht, erhalten werden.
Der Verfasser ist sich wohl bewußt, daß man zu manchen Einzelheiten der gebrachten Darlegungen Einwände erheben kann. Es muß aber endlich der Versuch gemacht werden—und als solcher wollen die vorstehenden Ausführungen zunächst nur gewertet sein—für die Beurteilung der Brennbarkeit der Bau-und Werkstoffe im Bereich des Brandschutzes von einer qualitativen Beurteilung zu einem quantitativen Maß vorzudringen, weil nur eine Zahlenangabe die Verständigung zwischen Herstellern, Baufachleuten, Bauaufsichtsbehörden, Sachversicherern und Materialprüfern ermöglicht.
Der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung, die die Geldmittel für die Durchführung der Forschungsaufgabe zur Verfügung gestellt hat, sei auch an dieser Stelle bestens gedankt.
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Schrifftum
- 1.Die weiteren Definitionen interessieren für die vorliegende Untersuchung nicht. So werden Stoffe als „nicht brennbar” bezeichnet, wenn sie nicht zur Entflammung gebracht werden können und auch ohne Flammenbildung nicht veraschen. Für Bauteile, d. h. Konstruktionen aus Baustoffen, gelten andere, genau festgelegte Begriffe („feuerhemmend”, „feuerbeständig”, „hochfeuerbeständig”)Google Scholar
- 2.Metz, L., und H. Seekamp: Prüfung von Feuerschutzmitteln für Holz nach dem Verfahren DIN 4102. Holz als Roh und Werkstoff, Bd. 5 (1942), S. 19.CrossRefGoogle Scholar
- 1a.In der Ausgabe 1955 nicht mehr enthalten, da, z. Z. andere Methoden zum Ersatz dieses Testes in England in der Entwicklung begriffen sind.Google Scholar
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- 1b.Sehr praktisch wäre der Mittelwert des Bereiches, der rund 1 NIG/min cm beträgt.Google Scholar
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- 2b.Die erforderlichen 33l/min wurden auf 30l/min abgerundet. Es wurde immer mit leuchtenden Gasflammen gearbeitet.Google Scholar
- 3a.Die abgebildete Uhr hat eine rückläufige Skala.Google Scholar
- 1d.Auch in englischen und amerikanischen Normen, z. B. E 84-50T werden vielfach derartige Flächen zur Auswertung herangezogen.Google Scholar
- 2c.Die Auswertung des Integrals kann in einfachster Weise numerisch nach der Trapezformel vorgenommen werden. Der in dieser Weise erhaltene Näherungswert sei mitS(g) bezeichnet.Google Scholar
- 1e.Daraus folgt, daß ein Lattenschlot, der diese Anforderungen erfüllt, einen Verlauf des Gewichtsverlustes zeigen muß, der etwa linear ansteigt.Google Scholar
- 2d.Untersuchungen, ob diese Forderung im Hinblick auf die bei den Versuchen auftretenden Streuungen vielleicht wiederum zu streng ist, sind noch nicht abgeschlossen.Google Scholar
- 3b.Diese Schwierigkeiten sollen in einer demnächst beginnenden Überarbeitung der Norm 4102 durch den ETB-Ausschuß behoben werden.Google Scholar
- 1f.Dabei sind immer nur die untersuchten Proben berücksichtigt. Ohne Zweifel gibt es z. B. auch für Vollholzplatten eine bestimmte Dicke, von der ab sie schwer entflammbar sind.Google Scholar