Der Kreislauf im Dienste der Wärmeregulation
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Zusammenfassung
1. In Fortsetzung früherer Untersuchungsreihen wurde mit Hilfe der neuen Klimakammer des Institutes, welche mit hoher Genauigkeit automatische Ansteuerung und Aufrechterhaltung der Temperatur und Feuchtigkeit bei konstanter Windgeschwindigkeit gestattet, die Kreislaufeinstellung auf Raumtemperaturen von + 6° C bis + 50° C bei 3stündiger Belastung und einer relativen Raumfeuchte von meistens 50% — im Temperaturbereich von 30–40°C auch bei Raumfeuchten von 70 und 90% — durch Anwendung der physikalischen Kreislaufanalyse untersucht. An 4 gesunden Versuchspersonen wurden dazu unter strengen Grundumsatzbedingungen jeweils gleichzeitig gemessen: Blutdruck (systolisch, diastolisch, Amplitude), Pulsfrequenz, Schlagund Minutenvolumen, elastischer und peripherer Gesamtströmungswiderstand des arteriellen Gefäßsystems, ferner durch Beziehung des Minutenvolumens auf den gleichzeitig bestimmten O2-Verbrauch die Utilisation des Mischblutes, schließlich die Körpertemperatur und die Gesamtwasserabgabe durch Wägung.
2. Die genannten Größen wurden zur Darstellung der Ergebnisse als Funktion des Raumzustandes sowie in Abhängigkeit von der Körpertemperatur gezeichnet und die Veränderung der maßgebenden Größen in ihrer Bedeutung für die physikalische Regulation im einzelnen erörtert.
3. Die Ergebnisse und daran geknüpften Folgerungen erstrecken sich auf die Kreislaufeinstellung in der metabolisch indifferenten Zone, Lage und Tiefe des Kreislaufminimums im Bereich mäßiger Kälte, auf die stärkere Belastung des Kreislaufes durch die erste chemische Regulation bei stärkerer Kälteeinwirkung, ferner auf die Steilheit und das Ausmaß der Kreislaufankurbelung bei Wärmebelastung bzw. in der ganzen Zone der Hyperthermie bis 40° Körpertemperatur und schließlich auf die individuellen Unterschiede im Einsatz des Gesamtkreislaufes bei den physikalischen und chemischen Regulationsvorgängen.
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