Геодезические испытания теллурометра MRA 1/CW
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Geodätische erprobungen des tellurometers MRA 1/CW
Zusammenfassung
Geodätische Erprobungen des Tellurometers MRA 1/CW umfassen zweierlei Arbeitsvorgänge: einerseits Erprobungen des Tellurometers in einem trig. Netz, anderseits Erprobungen des Tellurometers bei der Messung von Paßpunkten bei der photogrammetrischen Aufnahme im Maßstab von 1∶10 000. Die Erprobungen im trig. Netz dienten zur Untersuchung der technischen Eigenschaften und der Eignung des Tellurometers. Es konnte festgestellt werden, daß das Gerät geeignet ist, Seitenlängen im Umfang von 120 m bis zu 70 km mit einer Genauigkeit von ±5 cm bis ±25 cm zu messen (Taf. I). Es zeigte sich, daß die Hauptquelle der Fehler der gemessenen Längen in der Ungenauigkeit ihrer physikalischen Reduktion lag, die darin ihren Grund hat, daß die Messung der meteorologischen Elemente bloß an den Endpunkten jeder Entfernung nur wenig repräsentative Werte liefert. Im Interesse einer hohen Genauigkeit der Längenmessung ist es notwendig, die Messungen unter verschiedenen Beobachtungsbedingungen durchzuführen, d. h. unter verschiedenen Wetterbedingungen und von verschiedenen Beobachtern.
Durch die Ausgleichung des mit dem Tellurometer gemessenen Längennetzes wird die Genauigkeit namentlich der kürzeren Längen einigermaßen erhöht und das ganze Netz nähert sich zu einem gewissen Grade dem trigonometrischen Netz, aber dem Wesen nach hat das Längennetz seine eigene Konfiguration der Punkte, die sich von der Konfiguration des nach Winkeln gemessenen Netzes unterscheidet (Taf. II). Der mittlere Winkelfehler der nach Längen gemessenen trigonometrischen Grundnetzes, der aus einer selbständigen Ausgleichung der Längen folgt, beträgt ±0,98″ (Taf. III). Bei einer mittleren Seitenlänge des Grundnetzes in der gegebenen Lokalität von 29,14 km entspricht diesem Fehler ein Fehler in der Lage des Punktes von ±9,7 cm. Daraus kann man schließen, daß die Messung des Grundnetzes mit dem Tellurometer halb so genau ist wie eine Winkelmessung des Grundnetzes.
Ein Vergleich der mit Tellurometer und Geodimeter NASM-2A gemessenen Längen zeigte, daß das Geodimeter wenigstens zweimal so genau ist (Taf. IV, V). Aus den Tellurometermessungen in einem trigonometrischen Netz wurden auch Angaben über die angenäherte Genauigkeit eines Polygonzuges, dessen 5 bis 10 km lange Seiten mit dem Tellurometer gemessen wurden, bestimmt; in einem freien Zug beträgt der mittlere Lagefehler eines Polygonpunktesm xy=±5n (cm), in einem angeschlossenen Zug beträgt erm xy =±5√n(cm), won die Anzahl der zurn betrachteten Punkt führenden Polygonseiten bedeutet (Taf. VI). Aus allen Tellurometermessungen wurde eine Radiowellengeschwindigkeit im Vakuum vonc 0=(299 793,2±0,3) km/sec abgeleitet (Taf. VII). In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, daß das Ausmaß des gegebenen, mit dem Tellurometer gemessenen Netzes eine Genauigkeit von 1∶430 000 aufweist.
Den zweiten Teil der Erprobungen des Tellurometers bildete die Bestimmung der Paßpunkte für die photogrammetrische Aufnahme der topographischen Karte 1∶10 000. Die Paßpunkte wurden durch die Rayonmethode vom dominanten Standpunkt bestimmt, sodaß es nötig war, außer den Längenmessungen mit dem Tellurometer auch horizontale und vertikale Winkel zu messen. Bei der Tellurometermessung wurde ein sehr einfacher Meßvorgang benutzt, der sich auf 3 Trägerfrequenzen beschränkte, wobei die Messung einer Länge ungefähr 2 Min. dauerte.
Die Erprobungen des Tellurometers bei der Bestimmung der Paßpunkte wurden auf einer Fläche von 2 Kartenblättern 1∶10 000 vorgenommen. Auf dem ersten Kartenblatt erzielte die Meßgruppe eine mittlere Leistung von 4,8 Paßpunkten im Tag und auf dem zweiten Blatt von 7,3 Punkten im Tag. Von der Gesamtzahl der Paßpunkte wurden 95% mit Tellurometer gemessen, während die restlichen 5% durch andere Methoden gewonnen wurden. Aus Überprüfungsmessungen, bei denen die Koordinaten und Höhen der Paßpunkte durch unabhängige Methoden kontrolliert wurden, wurde festgestellt, daß die mittlere Lageabweichung eines mit dem Tellurometer bestimmten Punktes ±9,2 cm beträgt und daß zugleich die mittlere Höhenabweichung eines mit dem Tellurometer bestimmten Punktes denselben Wert von ±9.2 cm aufweist (Taf. VIII, IX). Diese Daten beweisen, daß die mit dem Tellurometer erzielten Ergebnisse allen Forderungen entsprechen, die an die Vermessung von Paßpunkten für eine Mappierung von 1∶10 000 gestellt werden. Die Erprobungen bei der Vermessung der Paßpunkte erwiesen auch die Möglichkeit der Benützung des Tellurometers für die Höhenübertragung durch die Methode des trigonometrischen Nivellements.
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