Ein interessanter Fall von Osteogenesis imperfecta tarda
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Zusammenfassung
- 1.
Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine Osteogenesis imperfecta tarda, wie histologisch nachgewiesen werden konnte. Dieser Prozeß beschränktc sich bloß auf die beiden Schienbeine und verursachte die hochgradige Verbiegung derselben.
- 2.
Bemerkenswert ist, daß neben dem typischen histologischen Bild der Osteogenesis imperfecta tarda nur eine Fraktur in der Vorgeschichte nachzusweisen ist. Da aber die Knochenbrüchigkeit, wie dies der erste Operationsbefund bestätigte, vorhanden war, wird angenommen, daß in leichten Fällen dieser Erkrankung nicht unbedingt mehrere Spontanfrakturen auftreten müssen. In solchen Fällen kann die richtige Diagnosestellung äußerst schwierig sein.
- 3.
Neben unzweifelhaften Zeichen der Osteogenesis imperfecta tarda weist das Röntgenbild auch Veränderungen auf, die auf die Ostitis fibrosa-Gruppe hindeuten.
- 4.
Durch doppelseitige keilförmige Osteotomie der Schieneine sind diese vollkommen gerade gerichtet worden. Die Osteotomiestellen sind völlig fest zusammengeheilt und nach l1/2 jähriger Beobachtung zeigen die Röntgenbilder eine entschiedene Ausheilung beider Knochenerkrankungen.
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