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Kolloid-Beihefte

, Volume 43, Issue 1–5, pp 143–212 | Cite as

Zur Kenntnis der lyophilen Kolloide

XXV. Mitteilung. Über Koazervation II: Komplexkoazervation des Systems Gummiarabikum-Gelatine
  • H. G. Bungenberg de Jong
  • W. A. L. Dekker
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Literatur

  1. 1).
    L. W. Holleman, H. G. Bungenberg de Jong und R. S. Tjaden Modderman, Kolloid-Beih.39, 334 (1934).Google Scholar
  2. 2).
    Für die Einteilung der Koazervation in vier Typen vgl. L. W. J. Holleman, H. G. Bungenberg de Jong u. R. S. Tjaden Modderman, loc. cit..Google Scholar
  3. 1).
    F. W. Tiebackx, Kolloid-Z.8, 198 (1911);9, 61 (1911);31, 102 (1922).CrossRefGoogle Scholar
  4. 2).
    Reinders, Chem. Weekbl.10 (1913).Google Scholar
  5. 1).
    H. G. Bungenberg de Jong u. Ong Sian Gwan, Biochem. Z.221, 166 (1930).Google Scholar
  6. 1).
    Ausgangsstoffe für diese Sole waren: 1. eine ausgezeichnete Art Gummiarabikum-gomme sénégal (petites boules blanches), 2. ein nach Loeb' gereinigtes Gelatinepräparat der Delftsche Lijm-en Gelatinefabriek, das einen isoelektrischen Punkt von 4,82 besaß (beurteilt an dem Viskositätsminimum bei 42° und dem Trübungsmaximum beim Abkühlen.)Google Scholar
  7. 1).
    H. G. Bungenberg de Jong, Recueil Trav. chim. Pays-Bas42, 1 (1923).CrossRefGoogle Scholar
  8. 2).
    Die Geschwindigkeit dieses Viskositätsrückganges ist gering beim isoelektrischen Punkt und nimmt bei Verkleinerung des pH allmählich zu.Google Scholar
  9. 1).
    Die zur Berechnung eines Mittelwertes benötigten ersten vier bis sechs sofort nach Bereitung der. Mischung und nacheinander gemessenen Durchlaufzeiten sind im allgemeinen konstant. Nur in unmittelbarer Nähe des Addivitätsminimums treten zuweilen Störungen auf, die sich verraten durch eine Zunahme von t/t0 in Abhängigkeit von der Zeit. Dies war z. B. bei der Mischung mit 28,6 Proz. Gummiarabikumsol der Fall. Diese fällt daher auch aus der Additivitätskurve heraus, und das wirkliche Additivitätsminimum muß in ihrer unmittelbaren Nähe liegen (etwa bei 30 Proz. Gummiarabikumsol). In vielen Fällen war beim Minimum die erste Durchlaufzeit noch zu verwerten, die zweite schon um eine oder mehrere Sekunden gestiegen. Das Ansteigen der Durchlaufzeiten führen wir auf die Benetzung der Viskosimeterkapillare mit dem Koazervat zurück, wodurch ihr aktiver Durchmesser kleiner wird.Google Scholar
  10. 1).
    In dieser Figur sowie in den folgenden werden die Mischungsverhältnisse durch das Verhältnis\(\frac{{Volumen des Gummiarabikumsols}}{{Totalvolumen des Solgemisches}} \times 100 angegeben\).—Da die Gummiarabikum-und Gelatinesole praktisch gleich konzentriert sind, drücken die Prozentzahlen auch das Mengenverhältnis (bezogen auf die Trockensubstanz) aus. G bedeutet 100 Proz. Gelatine, also 0 Proz. Gummiarabikum, A bedeutet 100 Proz. Gummiarabikum. Die Prozentzahlen auf der Ordinate sind Prozente des additiven Wertes.Google Scholar
  11. 1).
    Zu dieser Übersicht ist zu bemerken, daß wir gleich nach der Füllung des Viskosimeters eine Probe des Gemisches auf einem erwärmten Objektträger mikroskopisch untersuchten und den durchschnittlichen Durchmesser der Tröpfchen feststellten. Da die Tröpfchen besonders beim Minimum sehr zum Zusammenfließen neigen, ist ihre Größe nicht etwas Stetiges, sondern nur ein Maß für die Intensität der Koazervation.Google Scholar
  12. 2).
    Nach Beendigung der Viskositätsmessungen war in der Umgebung des Minimums der Additivitätskurve eine kleine zusammengeschlossene Schicht in der unteren Biegung des Viskosimeters zu bemerken. Die Intensität dieser Erscheinung nach etwa gleich langen Zeiten gibt auch einen Eindruck von der Intensität der Koazervation und der Neigung der Tröpfchen zum Zusammenfließen.Google Scholar
  13. 1).
    Zwischen Klammern die pH der Komponenten. G=Gelatinesol, A=Gummiarabikumsol.Google Scholar
  14. 1).
    Siehe Fußnote S. 151.Google Scholar
  15. 1).
    Bei der viskosimetrischen Untersuchung über den Einfluß von neutralen Salzen auf die Koazervation von Gummiarabikum- und Gelatinemischungen muß der Elekrolyt von Anfang an zu beiden Ausgangssolen bis zu derselben Konzentration zugefügt werden, weil sonst nicht der Forderung nach einem gleichen Dispersionsmittel (vgl. S. 145) genügt ist. Weiter ist die Durchlaufzeit t0, auf welche die gemessenen Durchlaufzeiten bezogen werden müssen, nicht die von Wasser, sondern von einer Lösung des betreffenden Salzes bis zu derselben Endkonzentration wie im Solgemisch.Google Scholar
  16. 1).
    Die Konzentration der Ausgangssole an kolloidem Stoff betrug wie in Abschnitt 1∶0,67 Proz.Google Scholar
  17. 1).
    Endkonzentration=13,3 Milliäqu.; pH=4,0.Google Scholar
  18. 1).
    Endkonzentration=13,3 Milliäqu.; pH=4,0.Google Scholar
  19. 1).
    Endkonzentration=13,3 Milliäqu.; pH=4,0.Google Scholar
  20. 1).
    Endkonzentration=13,3 Milliäqu.; pH=4,0.Google Scholar
  21. 1).
    H. R. Kruyt und H. P. Galema, Kolloïd-Beih.37, 154 (1933).Google Scholar
  22. 2).
    H. G. Bungenberg de Jong, W. A. L. Dekker u. P. von der Linde, Recueil Trav. chim. Pays-Bas54, 1 (1935).CrossRefGoogle Scholar
  23. 1).
    Für die Variation des pH ist die Benutzung von Salzsäure wegen der ungenügenden Pufferungskapazität dieser verdünnten Systeme nicht mehr geeignet.Google Scholar
  24. 1).
    Der Meßtrog stand in einem durchlöcherten Mantel, durch welchen Thermostatwasser gepumpt wurde. Infolge des relativ kleinen Loches sank die Meßgenauigkeit des absorbierten Lichtes auf etwa 0,5 Proz.Google Scholar
  25. 2).
    Diese Solmischungen bestanden aus 3 ccm Stammgemisch + 27 ccm [x ccm Essigsäurelösung + (27−x) ccm destilliertes Wasser], wobei die Essigsäurelösung nach Bedarf 0,001, 0,01, 0,1, 1 bzw. 10 N. war.Google Scholar
  26. 3).
    Ausgedrückt als Menge nichtdurchgelassenes Licht im Proz. der Menge des einfallenden Lichtes („Proz. Absorption”).Google Scholar
  27. 1).
    Das Gummiarabikum besitzt vor allem Kalziumionen als Gegenionen, die Gelatine (wenn sie mit Salzsäure gereinigt wird) vor allem Chlorionen.Google Scholar
  28. 2a).
    H. G. Bungenberg de Jong u. P. van der Linde, Biochem. Z.262, 161 (1933).Google Scholar
  29. 1).
    Bezüglich näherer Einzelheiten und Unterscheidungspunkte gegenüber der Komplexkoazervation vgl. H. G. Bungenberg de Jong u. J. Lens, Kolloid-Z.58, 209 (1932).CrossRefGoogle Scholar
  30. 2c).
    H. G. Bungenberg de Jong u. P. van der Linde, Biochem. Z.262, 161 (1933).Google Scholar
  31. 3).
    H. R. Kruyt u. P. C. van der Willigen, Kolloid.-Z.44, 22 (1928).CrossRefGoogle Scholar
  32. 4).
    J. H. Northrop, J. gen. Physiol.4, 629 (1922).CrossRefGoogle Scholar
  33. 1).
    H. G. Bungenberg de Jong u. P. van der Linde, Biochem. Z.262, 161 (1933).Google Scholar
  34. 1).
    Vgl. Abschnitt 3.Google Scholar
  35. 1).
    H. G. Bungenberg de Jong u. R. F. Westerkamp, Biochem. Z.234, 367 (1931).Google Scholar
  36. 1).
    Der isoelektrische Punkt unserer Gelatine liegt bei PH=4,82, so daß in Fig. 21 die Gelatinekurve die Abszisse bei diesem Wert schneiden muß.Google Scholar
  37. 2).
    Siehe H. A. Abramson, Electrokinetic Phenomena (New York 1934).Google Scholar
  38. 1).
    An dieser Stelle sei den Herren Westerkamp, de Haan und Hartkamp für ihre wertvolle Hilfe bei der Durchführung der in diesem Abschnitt mitgeteilten Versuchsreihen herzlicher Dank ausgesprochen.Google Scholar
  39. 1).
    H. G. Bungenberg de Jong u. W. A. L. Dekker, Biochem. Z.221, 403 (1930).Google Scholar
  40. 2).
    E. H. Büchner u. A. H. H. van Royen, Kolloid-Z.49, 249 (1929).CrossRefGoogle Scholar
  41. 1).
    Nicht nur Vakuolen, sondern auch Einschlüsse (z. B. aufgenommene, mit Wasser nicht mischbare, organische Flüssigkeitstropfen, Kohleteilchen bzw. Luftbläschen) zeigen die gleiche elektrophoretische Verschiebung im Innern des Koazervats. Bezüglich näherer Einzelheiten sowie der weitergenannten Bedingung für die Aufrechterhaltung reversibler Kolloidfilme vgl. H. G. Bungenberg de Jong u. A. J. W. Kaas, Biochem. Z.232, 338 (1931).Google Scholar
  42. 1).
    H. G. Bungenberg de Jong, H. R. Kruyt u. J. Lens. Kolloid-Beih.36, 429 (1932).Google Scholar
  43. 1).
    Eine analoge Entmischung ist in Gemischen zweier wässeriger Elektrolytlösungen nicht bekannt, um so weniger ihre Theorie ausgearbeitet. Vgl. aber die nächstfolgende Mitteilung. Abschnitt 5.Google Scholar
  44. 1).
    In der nächstfolgenden Mitteilung (Stoffliche Zusammensetzung der beiden Schichten) werden wir sehen, daß die Koazervate mehr als 80 Proz. Wasser enthalten!Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Theodor Steinkopff 1935

Authors and Affiliations

  • H. G. Bungenberg de Jong
    • 1
  • W. A. L. Dekker
    • 1
  1. 1.Biochemisches Institut der Universität LeidenLeidenNetherlands

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