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Über den Begriff des Lebens und die Stufen der biologischen Begriffsbildung

  • Hans Petersen
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Literaturverzeichnis

  1. 1).
    Biedermann, Sekretion und Sekrete. Arch. f. die ges. Physiol. (Pflügers Archiv). Bd. 167. Bonn. 1917.Google Scholar
  2. 1).
    H. Rickert, Grenzen der naturw. Begriffsbildung. 2. Aufl. Tübingen. 1913. S. 407 ff.Google Scholar
  3. 1).
    Vgl. dazu A. v. Tschermak, Allgemeine Physiologie. Berlin. Springer, 1916. S. 59ff.Google Scholar
  4. 2).
    Über phys.-chem. Natur dieser Gebilde bei Biedermann; Stützsubstanzen im Handbuch der vergl. Physiologie, herausgeg. von Winterstein.Google Scholar
  5. 1).
    Lukjanow, sie ≪haben aus den Zellen jenen Lebenshauch mitgenommen, welcher die Zellen selbst belebt≫. Zit. nach Lidfors in Kultur der Gegenwart. Teil III. Abt. IV, allgem. Biol. Leipzig. 1915. S. 267.Google Scholar
  6. 2).
    l. c., durch die konsequente Einreihung aller dieser Gebilde unter den Begriff des Sekretes.Google Scholar
  7. 3).
    In Handwörterbuch der Naturw. Bd. V. S. 435. Infusorien. Bei dem angeführten Satz wäre eigentlich die Verwendung des Begriffes Protoplasma zu kritisieren. In den Begriff des ≪differenzierten≫ und ≪undifferenzierten≫ Protoplasmas mischt sich der alte Begriff einer einheitlichen Substanz, obgleich Protoplasma doch nur mehr etwas morphologisches, im Gegensatz zum Kern und den Organellen. bezeichnen kann.Google Scholar
  8. 4).
    Vgl. auch V. Haecker in: Vererbungslchre. Braunschweig. 1912, S. 22ff.Google Scholar
  9. 5).
    Heidenhain, Plasma und Zelle. I. S. 32.Google Scholar
  10. 6).
    Heidenhain, Plasma und Zelle. I. S. 396. Der Ausdruck Moleküle hat hier nicht dieselbe Bedeutung wie in der Chemie, soudern nur analoge Bedeutung.Google Scholar
  11. 1).
    Im Einverständnis mit dem Autor dieser im Felde ohne die literarischen Hilfsmittel verfaßten Abhandlung bezeichne ich noch etwas genauer meine Auffassung vom Wesen des Lebens, als es bereits vom Autor selber geschehen ist. Im Jahre 1881 habe ich die empirische funktionelle Definition des Wesens des Lebens durch die Aufstellung des Selbstregulationsver mögens in der Vollzichung aller neun Elementarleistungen als ein allen Lebewesen zukommendes Charakteristikum vervollständigt. Auf Grund der strengen Scheidung der die Art jedes Geschehens bestimmenden Determinationsfaktoren von den Realisationsfaktoren, welche letzteren das durch erstere Determinierte bloß verwirklichen, wurde es möglich, das spezifische ≪Selbst≫, die Selbsttätigkeit der Lebewesen etwas genauer mechanistisch zu definieren. Dadurch wurdedieses Selbst wenigsters teilweise seines der Naturgesetzlichkeit anscheinend widersprechenden Charakters entkleidet. An die Stelle der metaphysischen ≪Zweckmäßigkeit≫ der Lebewesen wurde die rein sachliche Dauerfähigkeit in sich selber und in den äußeren Verhältnissen gesetzt, und diese Dauerfähigkeit wurde außer von Darwins Personalauslese noch von der Teilauslese im Organismus abgeleitet. Bereits bei diesem ≪Kampf der Teile≫ wurden (1881) ≪lebenstätige kleinste Zellteile≫ verwendet; diese wurden später (1893) in superordinierte Gruppen (Isoplassonten, Autokineonten Automerizonten) geschieden. Die Behauptung, daß Lebewesen schon künstlich dargestellt seien, wurde (1906) auf Grund der ≪empirischen funktionellen Definition≫ durch Vergleich widerlegt; aber es wurde ein Weg gezeigt, auf dem diese Erzeugung möglich erscheint: durch systematische Züchtung und Häufung der acht niedersten Elementarleistungen. (Siehe: Der Kampf der Teile im Organismus, 1881. Die Selbstregulation, Archiv für Entwicklungsmechanik Bd. 13, 1902, dasselbe Thema ausführlicher in: Nova Acta der Leopoldina, Bd. 100, 1914. ≪Das Wesen des Lebens≫ in: Kultur der Gegenwart, Teil III, Abt. 4 1915. Die angebliche künstliche Erzeugung von Lebewesen, Die Umschau, 1906, Nr. 8.) Der Herausgeber Roux.Google Scholar
  12. 1).
    Föppl, Technische Mechanik. Bd. I. 1917, S. 20.Google Scholar
  13. 2).
    Helmholtz, Physiol. Optik. 3. Aufl. Bd. III. S. 31: ≪Das Gesetz vom zureichenden Grunde ist vielmehr nichts anderes, als die Forderung alles begreifen zu wollen. Das Verfahren unseres Begreifens den Naturerscheinungen gegenüber ist, daß wir Gattungsbegriffe und Naturgesetze zu finden suchen. Naturgesetze sind nichts als Gattungsbegriffe für die Veränderungen in der Natur ...≫Google Scholar
  14. 1).
    Die Gegenüberstellung der Begriffe Erklären und Verstehen erfolgt im Anschluß an Jaspers, Allgem. Psychopathologie. Berlin. 1913. S. 145.Google Scholar
  15. 1).
    Erkenntnistheorie. Jena. 1913.Google Scholar
  16. 1).
    Becker, Fremddienliche Gesetzmäßigkeit der Pflanzengallen. Leipzig. 1917.Google Scholar
  17. 2).
    Heikertinger, Das Scheinproblem von der fremddienlichen Zweckmäßigkeit der Pflanzengallen. Die Naturwissensch. Heft 16, vom 19. April 1918.Google Scholar
  18. 3).
    H. Rickert, Grenzen der naturw. Begriffsbildung. 2. Aufl. Tübingen. 1913, S 409.Google Scholar
  19. 4).
    So sind auch die Motive der biologischen Forschung verschieden und beeinflussen die Denkungsart des Forschers. Ist die Liebe zum Gegenstand die vorherrschende Regung, so wird auch die vierte Stufe ohne weiteres zugegeben, und der Gedankengang bewegt sich gern in Bildungen dieser Stufe, wie denn auch der leidenschaftliche Wunsch, die biologischen Objekte vor dem zerstörenden Andrange der Kultur in ihrer Mannigfaltigkeit zu bewahren, aus derselben Geistesverfassung entspringt wie die Begriffsbildung der vierten Stufe. Der objektiven Betrachtung erscheinen die Zerstörungsvorgänge ebenso als, biologische Tatsachen, wie die vermannigfaltigenden. Will man diese Dinge mehr zur künstlerischen als zur wissenschaftlichen Naturauffassung rechnen, so läßt sich doch dagegenhalten, daß auch die menschliche Denktätigkeit nur eine ist und sich nur begrifflich zerspalten läßt.Google Scholar
  20. 1).
    Rickert, l. c. H. Rickert, Grenzen der naturw. Begriffsbildung. 2. Aufl. Tübingen. 1913. S. 409.Google Scholar
  21. 2).
    Die hier geäußerten Bedenken gegen einen Vitalismus, wie er sich z. B. in dem Beckerschen Buch findet, treffen nicht diesen allein und vielleicht gar nicht einmal in allen seinen Vertretern (Driesch) sondern ebensosehr den naiven Realismus oder materialistische Gedankensysteme, wie sie in der ≪naturphilosophischen≫ Literatur vielfach zum Ausdruck gelangt sind.Google Scholar
  22. 1).
    Auch die Schriften vergl. anat. Inhalts von Johannes Müller wären hier zu nennen.Google Scholar
  23. 2).
    Das beste Beispiel für diesen Wechsel in der Bedeutung biete wohl die Schädellehre. Die Schädeltheorien der späteren erscheinen als Weiterführungen der älteren Gedanken Goethes und Okens, sie werden in der Literatur auch so dargestellt. Das Merkwürdige ist, wie dabei in die übernommenen Gedankenformen ein ganz neuer Inhalt gegossen wurde. Es ist vielleicht ein einzigartiger Vorgang, daß die späteren angefangene Gedankenbildungen weiter zu denken glaubten und doch tatsächlich etwas ganz anderes dachten als die früheren, und dabei auch rückblickend ihre Gedanken ihren Vorgängern einfach unterlegten. Der Unterschied zwischen Begriffen und historischen Realitäten kam ihnen wohl gar nicht ins Bewußtsein.Google Scholar

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© Verlag Von Julius Springer 1919

Authors and Affiliations

  • Hans Petersen
    • 1
  1. 1.Heidelberg

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