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Zur Geschichte des Aussatzes und der Spitäler, besonders in Deutschland

  • Rud Virchow
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References

  1. *).
    Diess scheint ein Irrthum zu sein, wenigstens spricht noch Ferd. Ad. Haller (Specimen topogr. med. Revalensis. Diss. inaug. Dorpatensis. Reval 1836. p. 61) von einem von der Stadt Reval unterhaltenen Nosocomium S. Johannis, in der Dorpater Vorstadt gelegen und für 30–40 Kranke bestimmt.Google Scholar
  2. *).
    Dieses Werk ist inzwischen erschienen; die Urkunde steht T. I. p. 439. Dipl. No. 265.Google Scholar
  3. *).
    Was das Wort Warmien. (doch wohl nur Abkürzung für Warmienses) an dieser Stelle zu bedeuten habe, kann ich nicht enträthseln. Die Stadt Bartenstein hat nie zum Ermlande gehört.Google Scholar
  4. **).
    Behnisch hat decretum abdrucken lassen, was so entschieden falsch ist, dass ich es gleich in secretum umzuschreiben mir erlaubt. Der hier erwähnte Comthur Theodoricus de Elnir heisst in allen andern Urkunden Ditherich von Elner. Nach vorliegender Urkunde sieht es fast aus, als ob die Capellen des St. Georg und des Leprosen-Hauses (übrigens beide ausserhalb der Stadt) von einander getrennt gewesen wären; vielleicht hat Behnisch das Original falsch gelesen, worüber jedoch nur eine Revision des Originals entscheiden kann. Wie wäre es, wenn es hier Georgii ad leprosarium hiesse? Das würde mit anderen Urkunden (No. 2b.) ganz gut übereinstimmen. Uebrigens wurde noch in demselben Jahre, laut einer vom Bischof Heinrich von Ermland gegebenen Urkunde, die im Rathsarchiv zu Bartenstein ist, die vicarie ex sancto Georgio ante Bartenstein in civitatem ipsam verlegt. (Urkunde dat. Heilsberg. Anno Dom. MCCC Septuagesimo quarto in vigilia Apostolorum Petri et Pauli; Behnisch S. 506.) — Im Bart. Archiv findet sich auch noch eine Urkunde vom Jahre 1377, wonach Ditherich von Elner ein Hospital stiftet; dieselbe ist gegebin noch der Geburt vnsirs Heren Tusend drihundirt In deme seben vnd sebenzcigstem Jare an sendte Gregorii tage. In dieser Urkunde findet sich nun folgende Stelle: „Ouch sullin di achte marg zcinses, die den elenden vor zeinseten vnd zeugehorten, vortme ewiclichen zeugehoren desem Spittal”, das einer Schenkungs-Urkunde zufolge (Behnisch 507, 512, 513) dem heiligen Geiste geweiht war. Ob die hier erwähnten Elenden mit den Leprösen in Verbindung zu bringen sind, ist nicht zu ermitteln und wage ich nicht zu behaupten; nach den Definitionen des Wortes elend, ellend, ellenden, welche sich bei Brinckmeyer (Glossar. diplomat. Bd. I. S. 681–82) finden, dünkt es mich sogar unwahrscheinlich, dass man die Elenden und Aussätzigen zusammengeworfen habe; doch habe ich über diesen wichtigen Punkt noch kein bestimmtes Urtheil; heissen doch auch gute leute nicht immer Lepröse; wenigstens findet sich l. c. S. 944 aus Strassburger Urkunden mitgetheilt, dass unter guten leuten auch solche zu verstehen sind, die die guten Blattern hatten, entgegengesetzt denen, welche bösen Blattern (Venerie) hatten.Google Scholar
  5. *).
    Das Concil war offenbar das zu Lyon, welches P. Gregor X 1274 mit 500 Bischöfen abhielt.Google Scholar
  6. *).
    Diese Urkunde ist in zwei Originalausfertigungen (im Grossherzogl. Archive zu Oldenburg) vorhanden. Mit beiden ist die vorliegende Abschrift genau verglichen.Google Scholar
  7. **).
    Das likhus ist der porticus des Domes.Google Scholar
  8. *).
    In der anderen Originalausfertigung steht hier de.Google Scholar
  9. **).
    Eine Torf wiese ist gemeint, welche zur Feuerung dienen soll.Google Scholar
  10. ***).
    Domsakristei.Google Scholar

Copyright information

© Druck und Verlag von Georg Reimer 1861

Authors and Affiliations

  • Rud Virchow

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