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Archiv für Mikroskopische Anatomie

, Volume 40, Issue 1, pp 104–120 | Cite as

Über die experimentell erzeugten Doppel-, Dreifach und Mehrfachbildungen der Fühler bei den Schnecken, speziell bei der Limnea stagnalis (L.)

  • Slavko Šećerov
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Zusammenfassung

Die Fühler von der Spitzschlammschnecke (Limnea stagnalis L.) haben die Potenz zur Mehrfachbildung, wie das schon in der Natur gefundene Doppel- und Dreifachbildungen zeigen.

An dem Fühlerstamm vonLimnea st. kann man experimentell Doppel-, Dreifach- und Mehrfachbildungen erzeugen. Zum Zweck der Operation betäubt man die Schlammschnecken zuerst in einer Cocainlösung, welche auch aufPlanorbis, nicht aber aufHelix wirkt.

Doppelbildungen erzielt man experimentell durch einen zur Längsachse des Stammes quer stehenden Schnitt, wobei die Neubildung von der Basis auswächst; Dreifachbildung kann man auch durch zwei aufeinander senkrecht stehende Schnitte, die zugleich zur Längsachse des Fühlerstammes quer und senkrecht liegen, hervorrufen. Bei dieser Operation wachsen die Neubildungen gewöhnlich aus der zur Längsachse des Stammes quer stehenden unteren und aus der zur Längsachse des Stammes senkrecht stehenden Wundfläche, die zugleich dem Stamme gehört; dagegen wachsen normalerweise keine Neubildungen aus den Wundflächen des frei hängenden Teiles, also aus der zur Längsachse des Stammes quer stehenden oberen und aus der zur Längsachse des Stammes senkrecht liegenden Wundfläche, die dem frei hängenden Teil zugehört. Die Fühler bilden die Regenerate rasch, etwa in 15 Tagen; und in dieser Hinsicht nähern sich die Resultate dieser Versuche denen vonMegušar.

Mehrfachbildungen an der Spitze, Doppel-, Dreifach- und Vierfachbildungen kann man durch jeden Riß oder Druck, der das Wachstum der Teile ungleich macht, bewirken.

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Copyright information

© Verlag von Wilhelm Engelmann 1914

Authors and Affiliations

  • Slavko Šećerov
    • 1
  1. 1.Belgrad

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