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Über den Eisenbestand und Eisenstoffwechsel frühgeborener Kinder

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  • 9 Citations

Zusammenfassung

  1. 1.

    Der Eisenvorrat der Frühgeburten stammt wie bei den rechtzeitig geborenen Kindern zum größten Teil aus dem Hämoglobin, das nach der Geburt infolge besserer Sauerstoffversorgung abgebaut wird. Ein großer Prozentsatz dieses Eisens wird in den Depotorganen Leber und Milz abgelagert, die zur Zeit der Geburt recht eisenarm sind.

  2. 2.

    Im 2.–3. Monat nach der Geburt erreicht die Ablagerung dieses Depoteisens ihren Höhepunkt, um in den folgenden Monaten wieder weitgehend zu verschwinden. Auch histochemisch (Berlinerblaureaktion) ist diese Bewegung des Eisens zu verfolgen.

  3. 3.

    Die relative, auf das Gewicht des Kindes bezogene Menge, des bei Frühgeburten vorhandenen Eisens kann diejenige bei rechtzeitig Geborenen erreichen. Die absolute Menge ist jedoch erheblich geringer. Trotz des schnelleren Wachstums der frühgeborenen Kinder braucht aber im ersten Lebenshalbjahr selbst bei fehlender Eisenresorption kein Eisenmangel aufzutreten.

  4. 4.

    Diese Tatsache spricht ebenso wie der Beginn der Frühgeborenenanämie schon im 2. Monat, zur Zeit der höchsten Eisenablagerung in den Depotorganen, gegen eine ursächliche Bedeutung des Eisenmangels für diese Art der Blutarmut, wenigstens in ihrer ersten Phase.

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Schrifttum

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Schairer, E., Rechenberger, J. Über den Eisenbestand und Eisenstoffwechsel frühgeborener Kinder. Z. Kinder-Heilk. 64, 255–264 (1943). https://doi.org/10.1007/BF02250190

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