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Die vertikale Verteilung der großen Kerne in der unteren Troposphäre und ihr Zusammenhang mit dem elektrischen Potentialgefälle

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Zusammenfassung

Aus der Gesamtheit aller Aerosolteilchen in der natürlichen Luft, deren Radius sich über den Größenbereich von 10−7 bis 5×10−4 cm erstreckt, erfaßt das Zeißsche Konimeter den Ausschnitt oberhalb etwar=1×10−5 cm. Die großen Kerne dieses Teilchenbereiches, die bisher irrtümlicherweise als Staub bezeichnet wurden, sind dabei völlig wesensgleich mit den anderen Kernen. Es wird mit dem Segelflugzeug die vertikale Verteilung dieser großen Kerne gemessen und gezeigt, daß die Konimetermessungen zwar nur Relativwerte liefern, aber trotzdem brauchbare Resultate ergeben. Ein Vergleich mit gleichzeitigen Messungen des vertikalen elektrischen Spannungsgefälles zeigt einen bemerkenswerten Zusammenhang, der qualitativ deutbar ist. Eine große Zahl von Einzelmessungen ergibt ein Bild von der Verteilung der großen Kerne bis zu einer Höhe von 3000 m NN.

Summary

From the whole of all aerosol particles in the natural air, the radius of which embraces the amplitude of 10−7 to 5×10−4 cm, we can measure the sector of aboutr=10−5 cm and more with the Zeiss conimeter. The great nuclei of this range which hitherto, by misunderstanding, were qualified as dust are of the same nature as the other nuclei. The vertical distribution of these great nuclei has been measured with a glider, and it is shown that measurements with the conimeter yield only relative values, but the results are, however, comparable. A comparison with simultaneous measurements of the vertical electric potential gradient shows a remarkable correlation which can be interpreted qualitatively. A great number of single measurements leads to a picture of the distribution of the great nuclei up to a height of 3000 m a. s. l.

Résumé

Avec le conimètre Zeiss il est possible d'observer les particules de l'aérosol de l'air naturel d'un rayon plus grand que 10−5 cm, tandis que la totalité des particules embrasse des rayons allant de 10−7 à 5×10−4 cm. Les grands noyaux qui, autrefois, étaient faussement désignés comme poussière, sont absolument de même nature que les autres. Au moyen d'un planeur on a mesuré la répartition verticale de ces gros noyaux et, de cette façon, on a pu montrer que les mesures du conimètre, bien que ne fournissant que des valeurs relatives, donnent tout de même des résultats utiles. Une comparaison avec des mesures simultanées du gradient de potentiel électrique vertical, fait apparaître une corrélation remarquable qui peut être interprêtée qualitativement. Un grand nombre de mesures donne une image de la répartition des gros noyaux jusqu'à 3000 m d'altitude.

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Die Untersuchung ist in den Jahren 1943–44 bei der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug Ainring (Oberbayern) entstanden. Infolge verschiedener Umstände ist die Veröffentlichung erst heute möglich und es konnten deshalb einige neuere Ergebnisse miteingearbeitet werden. Für entsprechende Hinweise und Hilfe bin ich den HerrenChr. Junge undM. Diem zu Danke verpflichtet. Der Verfasser.

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Dreisbach, K. Die vertikale Verteilung der großen Kerne in der unteren Troposphäre und ihr Zusammenhang mit dem elektrischen Potentialgefälle. Arch. Met. Geoph. Biokl. A. 9, 36–53 (1955). https://doi.org/10.1007/BF02247588

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