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Ueber die Haffkine'schen Schutzimpfungen gegen Pest und die Pestbekämpfung in Indien

  • H. Bitter
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Literatur

  1. 1.
    Further papers relating to the outbreak of plague in India. Nr. III. p. 143. London 1898. (Officielles Blaubuch.)Google Scholar
  2. 2.
    A conversazione on the preventive inoculation against plague. 1898.Google Scholar
  3. 1.
    Dass die Reblauskrankheit vom ersten Infectionsherde aus hauptsächlich durch die periodisch auftretenden geflügelten Formen des Insectes weiter verbreitet wird, dass gerade die Versendung von inficirten Weinstöcken auf weitere Strecken gefährlich ist und deshalb strenge überwacht werden muss, dass man ferner z. B. in Deutschland mit der rücksichtslosen und ausgedehnten Zerstörung der ersten Herde ganz gute Erfolge erzielt hat, ist Haffkine bei diesen Darlegungen wohl entgangen.Google Scholar
  4. 1.
    A conversazione etc. A conversazione on the preventive inoculation against plague. 1898. p. 7. Es muss dahingestellt bleiben, ob die Vertheilung derselben Menge Vaccin auf mehrere Injectionen gefolgt von schwacher Reaction denselben immunisirenden Effect hat, wie die einmalige Injection gefolgt von starker Reaction.—Uebrigens ist es schwer erfindlich, warum Haffkine immer noch seinen Vaccin aus Bouillonculturen präparirt, die er, so viel ich gesehen habe, ausserdem noch mehrere Wochen wachsen lässt, um die “Toxine” anzureichern. Schon in Betreff der Choleraimpfungen ist von Pfeiffer und Kolle nachgewiesen, dass man die besten Resultate mit geringen Mengen ganz frischer Agarcultur erzielt. Für Pestculturen ist von der deutschen Commission dasselbe festgestellt, ebenso dass der Pestbacillus in Bouillonculturen keine nachweisbaren Toxine bildet. Jedenfalls ist die Präparation des Impfstoffes aus frischen Agarculturen sehr viel einfacher, wie aus wochenlang gezüchteten Bouillonculturen.Google Scholar
  5. 1.
    Prunner,Die Krankheiten des Orients. 1847. S. 426.Google Scholar
  6. 2.
    Griesinger,Infectionskrankheiten. S. 238.Google Scholar
  7. 3.
    Liebermeister, Ziemssen'sHandbuch der spec. Pathologie u. Therapie. Acute Infectionskrankheiten. 1876. S. 466.Google Scholar
  8. 1.
    Uebrigens lässt sich diese agglutinirende Eigenschaft nur nach schweren typischen Pestfällen beobachten, bei Abortivfällen, die aber bakteriologisch als Pest festgestellt waren, trat sie nicht auf (Sticker). Interessant ist auch die Beobachtung, dass Reconvalescenten von Pest auf die Einspritzung von abgetödteten Pestculturen ebenso reagiren wie gesunde Personen (Sticker).Münchener med. Wochenschrift. 1898. Nr. 1.Google Scholar
  9. 2.
    Ganz ähnlich liegen übrigens meines Erachtens die Verhältnisse bei den gegen Cholera und Typhus empfohlenen Schutzimpfungen.Google Scholar
  10. 1.
    A conversazione etc. A conversazione on the preventive inoculation against plague. 1898. p. 4.Google Scholar
  11. 2.
    A. a. O.A conversazione on the preventive inoculation against plague. 1898.Google Scholar
  12. 1.
    Joint report on the epidemic of plague in Lower Damaun (Portuguese India) and the effect of preventive inoculations there by Mons. W. M. Haffkine and Surgeon Major Lyons. J. M. S. (Auch abgedruckt in:Further papers etc. III (Blaubuch) p. 143 ff.Google Scholar
  13. 1.
    Es ist eigentlich schwer verständlich, warum im Haffkine'schen Laboratorium immer dieselbe lange auf künstlichem Nährboden gezüchtete Cultur zur Bereitung des Vaccins verwandt wurde, selbst als Haffkine sah, dass sie bedeutend an Virulenz eingebüsst hatte. Frische virulente Culturen waren in Indien doch in der ganzen Zeit mit Leichtigkeit stets neu zu gewinnen.Google Scholar
  14. 1.
    “... it appeared probable that not many attacks among the inoculated escaped their notice, as such attacks usnally excite much comment amongst the inhabitants and attract general attention.” A. a. O. S. 137.Google Scholar
  15. 1.
    Während der ersten Periode hatten sie 6.Google Scholar
  16. 1.
    Haffkine beweist nämlich, dass die Mortalität der Gesammtzahl der Geimpften 89 Procent niedriger war, wie die der sämmtlichen Ungeimpften. In der Familiengruppe dagegen sei die Mortalität der 250 Geimpften 73·3 Procent niedriger gewesen, wie die der 124 Ungeimpften.Google Scholar
  17. 2.
    “As far as the small numbers from which the figure 73·3 Proc. is obtained, permit of drawing conclusions, the comparison between this figure and 89·2 Proc. by wich the mortality in the total inoculated population differed from the mortality in the total uninoculated would seem to indicate, that the presence of uninoculated members in a family reduces the safety of the inoculated and that like in small poxvaccination the duty of the individual is to be inoculated for the safety of his neigh bours in the community.Google Scholar
  18. 1.
    A conversazione etc. A conversazione on the preventive inoculation against plague. 1898. p. 5.Google Scholar
  19. 1.
    A. a. O.A conversazione on the preventive inoculation against plague. 1898.Google Scholar
  20. 2.
    Experiment on the effect of protective inoculation in the epidemic of plague at Undhera. (Taluka Baroda.) February and March 1898.Google Scholar
  21. 1.
    Die Impfungen in Undhera wurden erst im Februar 1898 ausgeführt. Es ist möglich, dass Haffkine damals schon die Methode der Impfung und der Bereitung des Impfstoffes gegen 1897 verbessert hatte.Google Scholar
  22. 1.
    Report on the bubonic plague in Bombay, by Brigadier-General W. F. Gatacre, Chairman of the plague comittee. p. 148.Google Scholar
  23. 2.
    Aus einem anderen Bericht (Dr. Choksy) ersehe ich, dass im Arthur Brad-Hospital (Hauptpestspital in Bombay) während der Monate September 1896 bis Februar 1897 (incl.) die Durchschnittsmortalität 73·26 Procent betrug. Für die einzelnen Monate schwankte sie zwischen einem Minimum von 52·23 und einem Maximum von 81 Procent.Google Scholar
  24. 1.
    A conversazione. p. 8.Google Scholar
  25. 1.
    Im Ganzen sind in Bombay bis jetzt, wie ich aus Privatmittheilungen erfahre, ca. 3400 Personen geimpft (innerhalb 2 Jahren.Google Scholar
  26. 1.
    Vielleicht kann, wenn wir mehr Erfahrung über die Dauer der Incubation haben, diese Zeit reducirt werden.Google Scholar
  27. 1.
    Die Ratten kommen nach dem oben Ausgeführten in dieser Beziehung nicht in Betracht.Google Scholar
  28. 2.
    Diese Ansicht habe ich in meinem Bericht über die Epidemie in Bombay ausführlicher begründet. SieheReport of the commission sent by the egyptian government to Bombay to study plague. p. 64 u. 65.Google Scholar
  29. 3.
    Die Angaben von Kitasato und Wilm, dass sich im Blute und im Urin noch wochenlang nach der Genesung Pestbacillen finden, muss als irrthümlich bezeichnet werden.Google Scholar
  30. 1.
    Das Comité bestand aus: Surgeon Major R. Manser, Surgeon Captain Childe, Dr. Nusservanji Fakirji Surveyor, Dr. W. M. Haffkine, Mr. E. H. Hankin.Google Scholar
  31. 1.
    Report of the plague research Committee. Bombay 1898. p. 24ff.Google Scholar
  32. 1.
    Report by Surgeon Mayor Lyons J. M. S., President of the plague research committee. 1898. p. 28.Google Scholar
  33. 2.
    Further papers etc. III. p. 146 (datirt vom 22. December 1897).Google Scholar
  34. 1.
    Nur die Hafenbehörde stellte einen Dampfdesinfector für ihren eigenen Gebrauch (Desinfection der Pilgerkleider) auf.Google Scholar
  35. 1.
    Report of the Bombay plague Committee (vom 1. Juli 1897 bis Ende Apri 1898). Bombay 1898. p. 2.Google Scholar
  36. 1.
    Report of the commission sent by the Egyption government to Bombay to study plague. Cairo 1897. p. 19 (Bericht von Rogers Pasha).Google Scholar
  37. 2.
    Man hat übrigens etwas Aehnliches früher von Aegypten behauptet. Die Geschichte der letzten Jahre, besonders die Erfahrungen der letzten Choleraepidemie, haben aber gezeigt, dass die modernen hygienischen Methoden zur Bekämpfung der Infectionskrankheiten auch in diesem Lande erfolgreich durchgeführt werden konnten. Es war allerdings einige Male nöthig, durch Strenge abschreckend auf Hetzer und Ruhestörer zu wirken. Dann aber verlief Alles in bester Ordnung.Google Scholar
  38. 1.
    In dieser Beziehung scheint in Indien, wo viel Soldaten zu diesem Zwecke verwendet wurden, auch manchmal gefehlt zu sein.Google Scholar
  39. 2.
    British medical Journal. 16. July 1898. p. 204.Google Scholar
  40. 1.
    Further papers etc. III. p. 53 ff.Google Scholar
  41. 2.
    Uebrigens ein typisches Beispiel für die Verbreitungsweise der Pest!Google Scholar
  42. 1.
    NachBritish medical Journal. 16. July 1898. p. 204.Google Scholar
  43. 1.
    British medical Journal. 16. July 1898. p. 204.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Veit & Comp. 1899

Authors and Affiliations

  • H. Bitter
    • 1
  1. 1.Cairo

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