Pleuraschwarte und Lungenfunktion. II

Folgezustände nach Pneumothorax mit röntgenologisch nachweisbarer Pleuraschwarte
  • C. W. Hertz
Article

Zusammenfassung

An 70 Patienten wird der Einfluß der Pleuraschwarte nach vorangegangener Pneumothoraxbehandlung auf die Lungenfunktion untersucht. Es werden spirographische und blutgasanalytische Befunde mitgeteilt. Wie bei den Fällen mit Schwarte nach gewöhnlicher Pleuritis exsudativa sind auch hier die Befunde bei den einzelnen Patienten sehr unterschiedlich. Im allgemeinen muß man bei dem Vorhandensein einer Pleuraschwarte mit einem erheblichen Funktionsausfall rechnen. Besonders ungünstig wirken sich die Mantelschwarte und die doppelseitige Zwerchfellschwarte aus. Die größere Häufigkeit der Hypoxämie bei den Patienten mit Schwarte nach Pneumothorax gegenüber denjenigen mit postpleuritischer Verschwartung ist statistisch nicht signifikant. An dem Beispiel eines Patienten mit erheblicher respiratorischer Insuffizienz wird durch Mitteilung der Ergebnisse einer eingehenderen Untersuchung der Gaswechselbedingungen das Nebeneinanderbestehen hypoventilierter und hyperventilierter Lungenanteile aufgezeigt. Als Ergebnis einer derartigen ungleichmäßigen Belüftung der Lunge wird die verminderte O2-Sättigung bei gleichzeitiger Erniedrigung der CO2-Spannung angesehen, während bei allgemeiner Minderbelüftung der Lunge (Emphysem) die O2-Untersättigung im allgemeinen mit einer Erhöhung der CO2-Spannung einhergeht.

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Copyright information

© Springer-Verlag 1954

Authors and Affiliations

  • C. W. Hertz
    • 1
  1. 1.Krankenhaus Tönsheide i. HolsteinHolsteinDeuschland

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