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Cyanwasserstoff als Mittel zur Entlausung

  • Ernst Teichmann
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Literaturverzeichnis

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  5. 1.
    Anmerkung bei der Korrektur. Inzwischen hatte ich zweimal Gelegenheit, das Verfahren in der Praxis zu erproben. Im ersten Fall handelte es sich um einen stark mit Ungeziefer (Flöhe, Wanzen, Läuse) besetzten Stall von etwa 60 cbm Inhalt, in dem Kleintiere (Mäuse usw.) gezüchtet wurden. Obgleich die Abdichtung infolge der mangelhaften Bauart des Stalles schwierig war, und mir keine geschulten Hilfskräfte zur Verfügung standen, vollzog sich die Räucherung ohne Störung und hatte vollen Erfolg. Der zweite Fall stellte größere Anforderungen an das Verfahren. Ein verlauster Sall von etwas mehr als 3000 cbm Inhalt, in dem 120 Mann einer Fliegerabteilung untergebracht waren, sollte mitsamt den in ihm aufgestellten Betten mit Hilfe eines “Cyanofumers” geräuchert werden. Dieser besteht im wesentlichen aus einem in 2 übereinanderliegende Räume geteilten, fahrbaren Kessel; die beiden Räume können durch ein Ventil miteinander in Verbindung gesetzt werden. Zunächst wird nun die zur Räucherung zu verwendende Menge Cyannatrium in dem zur Verdünning der Schwefelsäure nötigen Quantum Wasser aufgelöst. Diese Lösung wird bei geschlossenem Ventil in den unteren Raum und die nötige Menge Schwefelsäure in den oberen Raum gefüllt. Hierauf wird das Ventil geöffnet, so daß die Schwefelsäure auf das Cyannatrium einwirken kann, und die Blausäure zur Entwicklung kommt. Diese tritt sofort durch einen Schlauch in den zu räuchernden Raum über. Der benutzte Apparat kann 5 kg Cyannatrium aufnehmen. Die sich daraus entwickelnde Blausäure genügt für einen Raum von mehr als 200 cbm Inhalt, wenn eine Konzentration von 1 Vol.-Prozent erzielt werden soll. Bei 3000 cmb Raum muß der Apparat demnach 15 mal entleert und wieder gefüllt werden. Die Entwicklung des Gases beansprucht jedesmal etwa 10 Minuten, das Entleeren und Wiederfüllen ebensoviel. Das gesamte zur Räucherung nötige Quantum Cyanwasserstoff war demnach nach ungefähr 5 Stunden in den Raum eingeleitet. Diese Zeit erscheint in Anbetracht dessen, daß zur Abtötung der Läuse und Nissen eine Exposition von nur 2 Stunden nötig ist, zu lang. Für Räume von solcher Ausdehnung wie der hier in Betracht kommende wäre also ein Apparat erwünscht, der erheblich mehr faßt als der benutzte. Andrerseits ist zu bedenken, daß in der Praxis wohl selten Räume von solcher Größe zu entlausen sein werden. Im übrigen vollzog sich die Räucherung ohne jede Unzuträglichkeit.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Veit & Comp. 1917

Authors and Affiliations

  • Ernst Teichmann
    • 1
  1. 1.Biologischen Laboratorium des Städtischen Hygienischen Instituts der Kgl. Universität FrankfurtFrankfurtDeutschland

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