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Über die Schutzwirkung verschiedener Fleckfieberimpfstoffe beim Menschen und den Fleckfieberverlauf nach Schutzimpfung

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Zusammenfassung

Es konnte innerhalb zweier größerer Gruppenerkrankungen an Fleckfieber dieVerträglichkeit und dieWirkung verschiedener Impfstoffe beobachtet werden, die aus Läusedärmen, Hühnereidotterkulturen, Kaninchen- und Hundelungen gewonnen wurden. Dabei ergab sich folgendes Bild:

  1. I.

    DieInkubationszeit bei Fleckfieber kann erheblichkürzer sein, als bisher angenommen wurde. Durch Schutzimpfung wurde bei Erkrankung an Typhus exanthemicus dieFieberhöhe herabgesetzt, dieFieberdauer verkürzt und der gesamteVerlauf in bezug auf dasZentralnervensystem und denKreislauf erheblich gemildert.

  2. II.

    Die Impfungschützt in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle gegen denTod. DieErkrankungshäufigkeit scheint sienicht herabzusetzen.

  3. III.

    Bei Fleckfieber sind die neueren Impfstoffe aus Eidottersackkulturen, Kaninchen- und Hundelungen brauchbar. Sie sind nach unseren Erfahrungen solchen aus Läusedärmengleichwertig, wenn sie aus reinen Rickettsia prowazeki-Stämmen gewonnen werden.

  4. IV.

    Auch Fleckfieber-Impfstoffe ausMischungen der Rickettsia mooseri und prowazeki-Stämmeschwächen den Krankheitsverlauf bei Fleckfieber erheblich ab.

  5. V.

    In allen Gruppen wurde dasweiße Blutbild genau verfolgt. Es zeigt ein starkesAnsteigen derStabkernigen. Ein Unterschied zwischen geimpften und ungeimpften Fleckfiebererkrankten läßt sich in bezug auf dasBlutbild nicht finden.

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Ding, E. Über die Schutzwirkung verschiedener Fleckfieberimpfstoffe beim Menschen und den Fleckfieberverlauf nach Schutzimpfung. Zeitschr. f. Hygiene. 124, 670–682 (1943). https://doi.org/10.1007/BF02178251

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