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Beitrag zur Epidemiologie der Hühnerpest

Zusammenfassung

  1. 1.

    Aktiv immunisierte und mit Hühnerpestvirus reinfizierte Hähne übertrugen, ohne selbst zu erkranken, Hühnerpest mit großer Regelmäßigkeit auf Kontakthühner. Das Ansteckungsvermögen des Hahnes war hierbei zeitlich auf die Dauer vom 2. bis 5. Tag nach der Viruseinverleibung begrenzt. Die angesteckten Hühner kamen nach einer Inkubation von 2–4 1/2 Tagen ad exitum.

  2. 2.

    Dasselbe Verhalten zeigten Hähne, die simultan mit Immunserum und Virus vorbehandelt wurden. Auch hier erfolgte die Übertragung der Infektion zu einer Zeit, während der die infektionsvermittelnden Tiere noch keine manifesten Krankheitssymptome zeigten.

  3. 3.

    Normalhähne vermochten, unter bestimmten Umständen, die Hühnerpestinfektion von kranken auf gesunde Hühner zu übertragen.

  4. 4.

    Außergeschlechtliche Kontaktinfektionen sind unter unnatürlichen Bedingungen (Zusammenpferchen infizierter und gesunder Tiere, Einsetzen von Hühnern in enge, frisch verunreinigte Käfige) möglich; bei natürlich gehaltenen, in ihrer Bewegungsfreiheit ungehinderten Tieren scheinen dieselben keine Rolle zu spielen.

  5. 5.

    Es wird die Annahme begründet, daß latent infizierte Hähne vorübergehend Virus im Sperma ausscheiden und durch den Geschlechtsakt übertragen.

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Hallauer, C., Seidenberg, S. Beitrag zur Epidemiologie der Hühnerpest. Zeitschr. f. Hygiene. 120, 110–120 (1937). https://doi.org/10.1007/BF02178011

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