Über heterologe Überempfindlichkeiten und das Verhalten des Arthusschen Phänomens in verschiedenen Stadien der Immunität
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Zusammenfassung
- 1.
Kaninchen, die durch intravenöse Injektionen abgetöteter und lebender Streptokokken immunisiert waren, werden in verschiedenen Immunitätsstadien mit Pferdeserum intracutan und intravenös getestet.
- 2.
Die erstmalige intracutane Pferdeserumgabe löst im Gegensatz zuBöhmigs Ergebnissen bei völlig gleicher Versuchsanordnung keine anaphylaktischen Hautreaktionen aus.
- 3.
Im Gegensatz zuBöhmig züchteten wir die Streptokokkenkulturen nicht in einem Gemisch von Pferde- und Rinderbouillon, sondern auf Kochblutagarplatten von Hammelblut.
- 4.
In Kontrollversuchen gelingt der Nachweis, daß immunisierte Tiere nach Testung mit Pferdeserum nur dann anaphylaktische heterologe Hautreaktionen zeigen, wenn die zur Immunisierung benutzten Kulturen in Pferdebouillon gewachsen waren.
- 5.
Böhmigs Versuchsergebnisse sind alshomologe Hyperergien zu deuten, da die Versuchstiere bei der Immunisierung durch Eiweißkörper in Gestalt von Verunreinigungen sensibilisiert wurden, die mit solchen des Testeiweißes identisch oder verwandt sind.
- 6.
Die vonBöhmig aufgestellte These der heterologen, bakteriellen Hypergie kann nicht bestätigt werden.
- 7.
Da die heterologe Hyperergie überhaupt nicht erzielt wurde, konnte auch ein unterschiedliches Verhalten in verschiedenen Immunitätsstadien analog derBöhmigschen Untersuchungen mit homologen Testen gegenüber heterologen Testen nicht festgestellt werden.
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Schrifttum
- Böhmig: Z. Hyg.115 (1933).Google Scholar
- Böhmig: Klin. Wschr.1933 I, 258.Google Scholar
- Böhmig: Verh. dtsch. path. Ges. 29. Tagg, 1936; 30. Tagg, 1937.Google Scholar
- Schmidt, H.: Verh. dtsch. path. Ges. 30. Tagg, S. 36. 1937.Google Scholar
- Die restliche Literatur ist in der angeführten ArbeitBöhmig: Verh. dtsch. path. Ges. 29. Tagg, 1936, aufgeführt.Google Scholar