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Über Rachen- und Nasenimmunität gegen Diphtherie bei Meerschweinchen und Affen

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Zusammenfassung

  1. 1.

    Bei normalen Meerschweinchen (6), deren Mangel an Di-Antitoxin im Blut und Gewebe und deren hochgradige Empfänglichkeit für das Diphtheriegift bekannt ist, gelang es, trotz massiger Infektion der Rachen- und Nasenschleimhaut mit echten und stark virulenten toxischen Diphtheriebacillen,nicht, eine diphtherische Erkrankung zu erzeugen.

  2. 2.

    Bei 9 Affen (Meerkatzen, Macacus rhesus, javanische Macace), deren A.E.-Gehalt im Blut knapp 1/50 bis weniger als 1/100 A. E. betrug, und die sich gegenüber parenteraler Einverleibung von Diphtherietoxin und von toxischen Diphtheriebacillen hochempfänglich erwiesen, gelang es, trotz wiederholter massiger Infektion der Rachen- und Nasenschleimhäute mit echten und stark virulenten (toxischen) Diphtheriebacillen,nicht, eine diphtherische Erkrankung hervorzurufen, während 2 von 3 dieser Tiere vom Rachen her mit Streptokokken infiziert werden konnten.

  3. 3.

    Es besteht also bei Meerschweinchen und Affen eine hochgradigeRachen- und Nasenimmunität gegen virulente Diphtheriebacillen bei hochgradigerparenteraler Empfänglichkeit gegenüber den gleichen Diphtheriebacillen und gegenüber dem Diphtherietoxin.

  4. 4.

    Vermutlich existiert diese bei Meerschweinchen und Affen von uns experimentell festgestellte Rachen- und Nasenimmunität gegen Diphtherie auch bei allen jenen Tierarten, bei denen trotz bestehender Diphtheriegiftempfänglichkeit erfahrungsgemäß keine Diphtherie vorkommt.

  5. 5.

    Die auf Rachen- und Nasenschleimhaut von Meerschweinchen und Affen verimpften wohl charakterisierten, echten und virulenten (toxischen) Diphtheriebacillen (Einzellkulturen) waren nach wenigen Tagen auf der Rachen- und Nasenschleimhaut der Tiere nicht mehr nachweisbar. Teilweise traten Diphtheroide und echte Pseudodiphtheriebacillen auf, die vor dem Versuch nicht vorhanden oder wenigstens nicht nachweisbar waren.

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References

  1. 1

    Die Rachen- und Nasenabstriche wurden anfangs nur aufLöffler-Serumplatten, später außerdem auch auf derClaubergschen Blutwasser-Tellur-Agarplatte verarbeitet, die einen besseren und leichteren Nachweis vereinzelter Diphtheriebacillen und Diphtheroider ermöglicht.

  2. 1

    Dold, H. u.F. Weigmann: Über die Wirkung menschlichen Speichels auf Diphtheriebacillen. Z. Hyg.116, S. 158 (1934).

  3. 1

    Dold, H. u.F. Weigmann: Affen als Di-bacillenträger, Z. Hyg.116, 154 (1934).

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Die hier mitgeteilten Untersuchungen, die in den Jahren 1931/32 ausgeführt worden sind, wurden uns ermöglicht durch Mittel, die uns vom Reichsministerium des Innern zur Verfügung gestellt worden waren, wofür wir auch an dieser Stelle unseren Dank aussprechen möchten.

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Dold, H., Weigmann, F. Über Rachen- und Nasenimmunität gegen Diphtherie bei Meerschweinchen und Affen. Zeitschr. f. Hygiene. 116, 146–153 (1934). https://doi.org/10.1007/BF02176854

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