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Über Bakterienzählung und-größenmessung in Aufschwemmungen (insbesondere Vaccinen) mittels des Kleinmannschen Nephelometers

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Zusammenfassung

Auf Grund einmaliger gründlicher auszählung (Zählkammer) und Größenmessung (Mikrometer) einer Bakterienart ist es möglich, mit Hilfe des Nephelometers (Kleinmann) nunmehr dauernd in sehr viel einfacherer Weise, Anzahl und Größe von Kokken nach derv. Angererschen BakterienformelT=n·D 2 ·k zu bestimmen. Für Stäbchenförmige Bakterien gilt diese Formel nicht, sondern wahrscheinlich die vom Verf. ermittelte Formel\(T = \frac{{n \cdot \sqrt {\pi \cdot r^2 \cdot h} }}{4}\), für deren Beweis zur Zeit noch Untersuchungen im Gange sind. Die nephelometrische oder relative methode der Bakterienzählung ist bei peinlich sauberem Arbeiten und Sorgetragen für eine Monodispersität der Bakterien die exakteste, nicht ermüdende und von subjektiven Fehlern am wenigsten beeinflußbare optische Methode.

Die zur Untersuchung optimale Verdünnung einer Suspension bewegt sich in dem Bereich zwischen 1 Milliarde und 20 Millionen pro Kubikzentimeter.

Voraussetzung für jedes genaue Arbeiten ist die Aufgabe aller bisher angegebenen Trübungsstandarde aus Solen und anderen mehr oder weniger veränderlichen Lösungen und das Arbeiten mit dem praktisch unverwüstlichen, für jeden Apparat besonders zu aichenden Trübungsstandard, wie er oben beschrieben ist.

Man ist imstande, mit dem Apparat innerhalb kürzester Zeit 4 bis 5 verschiedene Vaccinen ziemlich exakt auszuzählen. Die Fehler sind bei Respektierung der gegebenen Vorschriften selten höher als ±3%.

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Muntner, S. Über Bakterienzählung und-größenmessung in Aufschwemmungen (insbesondere Vaccinen) mittels des Kleinmannschen Nephelometers. Zeitschr. f. Hygiene. 106, 50–64 (1926). https://doi.org/10.1007/BF02176112

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