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Untersuchungen zur Erhöhung des Spontanverlustes der infektiösen Mehrfachresistenz bei Salmonellen durch Tetracyclin in vitro

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Zusammenfassung

Von 39 Salmonellastämmen konnten 30 die Mehrfachresistenz gegen Streptomycin, Tetracycline, Chloramphenicol, Kanamycin und Sulfonamide durch R-Infektion von einem Stamm von E. coli erhalten. Die übertragungsfrequenz schwankte bei den einzelnen Acceptorstämmen zwischen 1 · 10−5 und 4 · 10−8 auf die Anzahl lebender Acceptorkeime nach vierstündiger Mischung von übernachtbouillonkulturen der Partnerstämme berechnet. Von jedem der 30 Stämme wurden je 2 Klone daraufhin untersucht, ob sie das ganze Resistenzspektrum bis auf die Tetracyclinresistenz spontan verlieren können und ob dieser Verlust durch Tetracyclin erhöht werden kann. Bei 54 Klonen wurde der Resistenzverlust durch Tetracyclin erhöht, bei einem vermindert. Tetracyclin erhöhte den Resistenzverlust nur bei sich vermehrenden, nicht bei ruhenden Salmonellen und konnte die übertragung der Mehrfachresistenz auf empfindliche Salmonellen durch R-Infektion nicht verhindern. Mit der fluorochromen Eigenschaft hängt diese Wirkung der Droge nicht zusammen. Auf Grund der Befunde wird vermutet, daß diese Wirkung auf der Vermehrungshemmung der RT-Faktoren und der von ihnen getragenen Resistenzdeterminanten im autonomen Status durch Tetracyclin beruht.

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Literatur

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Diese Arbeit ist mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgeführt. Für sorgfältige technische Assistenz danke ich der med.-techn. Assistentin Fräulein V.Bergmann vielmals.

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Lebek, G. Untersuchungen zur Erhöhung des Spontanverlustes der infektiösen Mehrfachresistenz bei Salmonellen durch Tetracyclin in vitro. Zeitschr. f. Hygiene. 150, 43–49 (1964). https://doi.org/10.1007/BF02162787

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