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Zur näheren Begründung des mechanischen Einflusses der Luftdruckerniedrigung im Höhenklima und der aus demselben sich ergebenden theoretischen und praktischen Folgerungen

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References

  1. 1)

    Es beträgt bei 3000 m Höhe der Luftdruck bei 10° C etwa 525 mm Hg, mithin der O-Partialdruck in der Atmosphäre 110 mm Hg und also bei einem Gehalt der Alveolenluft von 4–6% COO und 12–16% O2 in den Alveolen etwa 63–84 mm Hg, wobei ein Herabgehen der Bindungsfähigkeit des Hbg nach Krogh*) um 2 1/2–1/2% unter die Norm sich ergeben würde. *)Krogh, Skandinavisches Arch. f. Physiol. 1904, Bd. 16, S. 630. um 2 1/2–1/2% unter die Norm sich ergeben würde. Bei 1800 m (Schatzalp) beträgt aber der O-Partialdruck in den Alveolen entsprechend berechnet 73–98 mm Hg, mithin käme hier eine Bindungsverminderung von nur 1-1/4% in Betracht, und bei 1500 m (Davos) würde eine verminderte Sauerstoffbindung gegenüber der Norm nur noch bei einem Gehalt der Alveolenluft von 12% O mit 1/4% vorliegen, während bei 16% O2 Gehalt der Alveolenluft überhaupt eine nennenswerte Verminderung nicht mehr in Frage käme.

  2. 1)

    Kronecker, «Die Bergkrankheit». Berlin und Wien 1903 und Deusche Klinik 1907, S. 130.

  3. 2)

    Es lagen auch Blutdruckversuche von Dr. E. Aron aus dem Jahre 1896 bereits damals vor, welche gegenüber den sehr komplizierten, schwer zu übersehenden und deshalb keineswegs unzweideutigen Versuchen Löwys, doch für einen Einfluß der Luftdruckerniedrigung auf die Zirkulation sprechen, da hier ein, wenn auch geringer kurzer Blutdruckanstieg, gefolgt von Blutdrucksenkungen unter die Norm, ähnlich wie sie in vorstehender Arbeit auch Nick wieder nachgewiesen hat, konstatiert wurde.

  4. 3)

    Inzwischen ist 1912 auch Heger «Le mal de montagne», Journal med. de Bruxelles Nr. 46, für die alte mechanische Deutung der Luftdruckwirkung wieder eingetreten.

  5. 1)

    Bürker, Die physiologischen Wirkungen des Höhenklimas. Zeitschr. f. Biologie, Bd. 61, N. F. 43, S. 379 ff.

  6. 2)

    Vgl. Wilhelm Webers Werke, herausgegeben von der Kgl. Gesellschaft der Wissenschaften. Göttingen. Bd. VI, S. 322 ff. und Poggendorfs Annalen der Physik und Chemie 1837, Bd. XL, Nr. 1.

  7. 1)

    Münchn. med. Wochenschr. 1913, Nr. 36.

  8. 1)

    Münchn. med. Wochenschr. 1913, Nr. 36.

  9. 1)

    Vgl. Deutsche medizinische Wochenschrift 1907, Nr. 1.

  10. 2)

    Die Verhältnisse entsprechen denen am Schenkelkopf, welcher auch vom Luftdruck an die Gelenkpfanne augepreßt wird, solange nicht die Zugkraft des Beingewichtes größer als die Druckkraft des Luftdruckes ist.

  11. 1)

    Zum Auspumpen der Glocke wurde eine Kapselluftpumpe von Gaede benutzt.

  12. 1)

    Aus solchen individuellen Verschiedenheiten dieser Elastizitätsfaktoren ergeben sich aber auch eine ganze Reihe von Unterschieden im Einfluß, welchen das Höhenklima auf verschiedene Individuen auszuüben vermag, wie dies an anderer Stelle gezeigt werden wird.

  13. 2)

    Vgl. Fig. 3, S. 431.

  14. 1)

    Vgl. z. B. Waldenburg, Die pneumatische Behandlung der Respirationsund Zirkulationskrankheit. Berlin 1875, Hirschwald S. 263; Kuhn, Münchn. med. Wochenschr. 1907, S. 785. Deutsch. med. Wochenschr. 1906, Nr. 37; Bruns, Münchn. med. Wochenschr. 1910, Nr. 42. Deutsch. med. Wochenschr. 1911, Nr. 48.

  15. 1)

    Vgl. Osk. Bruns, Die künstliche Luftdruckerniedrigung über den Lungen. Münchn. med. Wochenschr. 1910, Nr. 42.

  16. 1)

    Vgl. d. Arch. Bd. 76, S. 401.

  17. 1)

    Vgl. die Darlegungen von O. Cohnheim «Alpinismus» Ergebn. d. Physiol., Bd. 12, S. 646–647 und Morawitz «Einfluß des Höhenklimas auf die Menschen» Verhandl. d. 22. Jahresvers. des Allg. dentsch. Bäderverbandes 1914, S. 2.

  18. 1)

    Deshalb kann ein Auseinanderweichen der Schlußflächen auch nur unter Vermehrung der Synovialflüssigkeit eintreten, welch letztere nur langsam erfolgen wird, vgl. S. 430.

  19. 1)

    Vgl. Fig. 2, S. 431 und Taf. I, Fig. 2.

  20. 1)

    Vgl. Jacobj, Schlafmittel. Württembg. Med. Korrespondenzbl. 1909.

  21. 1)

    Loewy, Dr., Respiration und Zirkulation bei Änderung des Druckes. Berlin 1895, S. 108 ff.

  22. 1)

    Dr. E. Aron, Virchows Archiv Bd. 143, S. 410.

  23. 1)

    Daß auf Grund der zurzeit herrschenden Anschauungen, d. h. bei Ignorierung des mechanischen Einflusses der Luftdruckerniedrigung, für das Zustandekommen der Mehrzahl der therapeutischen Erfolge des Höhenklimas jede physiologische Erklärung fehlt, gibt neuerdings sowohl Cohnheim, a. a. O. S. 654, als Morawitz, a. a. O. S. 5 unumwunden zu.

  24. 1)

    Bürker, Die physiologischen Wirkungen des Höhenklimas. Zeitschr. f. Biologie Bd. 61, N. F. 43, S. 379 ff.

  25. 1)

    O. Bruns, Med. Klinik 1913, Nr. 42.

  26. 2)

    Münchner Med. Wochenschr. 1911, Nr. 36, Zur Mechanik der Nierensekretion.

  27. 1)

    Vgl. das in der Deutsch. med. Wochenschr. 1907 Nr. 1 über Gelenke Gesagte.

  28. 2)

    Vgl. a. a. O., das in der Deutsch. med. Wochenschr. 1907 Nr. 1S. 288.

  29. 1)

    Vgl. Kronecker, Kurven. Die Deutsche Klinik, Leyden, Bd. 11, 1907, S. 107 u. ff.

  30. 1)

    Vgl. Jacobj, Württemb. Med. Korrespondenzblatt 1909, Zur Pharmakol. d. Schlafmittel.

  31. 2)

    Braune, Festgabe f. Karl Ludwig 1874, Vogel, Leipzig, S. 1, ff.

  32. 3)

    J. Strohl, Die Massenverhältnisse des Herzens im Hochgebirge, 1910, zitiert nach Heger a. a. O.

  33. 1)

    Vgl. Arch. f. exper. Path. u. Pharmakol. Bd. 44, S. 394 u. 395.

  34. 2)

    Vgl. U. Friedmann, Virchows Arch. 1900, Bd. 159, S. 541, Veränderung kleiner Arterien bei Nierenerkrankung.

  35. 1)

    Vgl. Entwurf zur pharmakolog. Einleitung f. d. deutsche Bäderbuch 1906, S. 16 und 62 und Einleitung z. deutschen Bäderbuch, S. LXX.

  36. 1)

    Vgl. a. a. O. Württemb. med. Korrespondenzblatt 1909.

  37. 1)

    Ziemssens, Handbuch d. Allg. Therapie 1882, Bd. I, Tl. 4, S. 349 ff.

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Mit 4 Textfiguren und Tafel II.

Hinsichtlich der den Gegenstand betreffenden umfangreichen Literatur darf wohl auf die angeführten eingehenden Publikationen von Kronecker, Zuntz, Cohnheim, sowie auf die neueste Arbeit von Bürker verwiesen werden.

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Jacobj, C. Zur näheren Begründung des mechanischen Einflusses der Luftdruckerniedrigung im Höhenklima und der aus demselben sich ergebenden theoretischen und praktischen Folgerungen. Archiv f. experiment. Pathol. u. Pharmakol 76, 423–461 (1914). https://doi.org/10.1007/BF02149377

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