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Zur Frage der Verwendung enzymbehandelter Erythrocyten in der Blutgruppenserologie mit experimentellen Untersuchungen über die Artantikörper in M/N-Antiseren vom Kaninchen

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Zusammenfassung

Bei Verwendung enzymbehandelter Blutkörperchen in der Rh-Diagnostik ist die Aktivitätssteigerung in bezug auf das ABO-System in Rechnung zu stellen.

Entsprechend der Erhöhung des Antikörpertiters genügen zur restlosen Entfernung der unerwünschten Isoagglutinine weder bei der Absorptions-noch bei der Neutralisationsmethode die für gewöhnlich angewandten Mengen. Erst ein Vielfaches an adsorbierendem Blutkörperchensediment, bei mittlerer Titerhöhe etwa die dreifache Menge, entfernt alle Antikörper. Speichel kann im allgemeinen überhaupt nicht benutzt werden, es sei denn, daß der Isotiter höchstens 1∶16 beträgt.

Die Angabe, daß Enzymeinwirkung die M- und N-Receptoren vernichtet, wird zur Darstellung gebracht und bestätigt.

Darüber hinaus wird mittels systematischer Absorptionen nachgewiesen, daß in den M/N-Kaninchenseren neben dem faktorenspezifischen zwei artspezifische Antigen-Antikörpersysteme wirken: ein durch die Enzymierung aktiviertes System, das dem Rh-System entspricht, und ein negativ beeinflußtes, bei dem wie beim M/N-System eine Schädigung der Receptoren stattfindet. Die Schädigung durch die Einwirkung des proteolytischen Enzyms ist derart, daß nicht nur die Bindungs- und Agglutinationsfähigkeit aufgehoben wird, sondern die angedauten Receptoren auch nicht mehr imstande sind, Antikörper erzeugend zu wirken.

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Püschel, J. Zur Frage der Verwendung enzymbehandelter Erythrocyten in der Blutgruppenserologie mit experimentellen Untersuchungen über die Artantikörper in M/N-Antiseren vom Kaninchen. Zeitschr. f. Hygiene. 137, 67–80 (1953). https://doi.org/10.1007/BF02149234

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