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Über Veränderungen in der Tuberkulosemorbidität und- mortalität mit besonderer Berücksichtigung der aus bereits bekannten geschlossenen Tuberkulosen entstehenden offenen Tuberkulosen

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Zusammenfassung

Es wird darüber berichtet, daß die Zahl derjenigen neuen Offentuberkulösen, die der Fürsorgestelle bereits als Geschlossen-Tuberkulöse bekannt waren, im Laufe der letzten Jahre immer mehr zugenommen hat und im Jahre 1933 die Hälfte aller neu erfaßten Offentuberkulösen betrug. Diese Zunahme geht aber bis 1932 im wesentlichen parallel mit der Zunahme der von der Fürsorgestelle betreuten Geschlossen-Tuberkulösen und ist in erster Linie als Folge der sorgfältigeren Überwachung dieser Personengruppen anzusehen. Lediglich von 1932 auf 1933 hat eine wirkliche Zunahme stattgefunden. Wir müssen unterscheiden zwischen produktiv-fibrösen Spitzenprozessen, die ohne sonstige Befundänderung offen werden, apicocaudalen Tuberkulosen, die im Laufe der Verschlechterung Bacillen ausscheiden, und infiltrativen, oft einschmelzenden Schüben mit starker Rückbildungsneigung bei älteren Spitzentuberkulosen. Die Prognose der letzteren Formen ist verhältnismäßig gut, ihre rechtzeitige Erfassung nur durch Anwendung aller Untersuchungsmethoden bei der Überwachung der Geschlossen-Tuberkulösen möglich.

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Kayser-Petersen, J.E., Räder, M. Über Veränderungen in der Tuberkulosemorbidität und- mortalität mit besonderer Berücksichtigung der aus bereits bekannten geschlossenen Tuberkulosen entstehenden offenen Tuberkulosen. Beiträge zur Klinik der Tuberkulose 84, 500–504 (1934). https://doi.org/10.1007/BF02143353

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