Die Kreislaufverhältnisse bei Varicen und ihr Zusammenhang mit Ulcus und Eczema cruris
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Zusammenfassung
1. Hauttemperaturmessungen an varikösen Unterextremitäten ergeben, daß die Blutdurchströmung der Haut, d. h. die Zufuhr des Blutes von den Arteriolen durch die ernährenden Hautgefäße, die Capillaren, im Verhältnis zur Norm nicht merkbar herabgesetzt ist. Die Hautkomplikationen können daher nicht auf einer mangelhaften Ernährung im Sinne mangelhafter Blutversorgung beruhen.
2. Die Hypothese einer Stase in den Capillaren als Ursache für Ulcus und Ekzem ist danach nicht aufrechtzuhalten und noch weniger die Hypothese einer Ernährung der Haut mit „verbrauchtem“ venösen Blut, d. h. einer Rückströmung des venösen Blutes durch die Capillaren. Der Rückfluß, der in den großen Venenstämmen manchmal nachweisbar ist, dürfte die Capillaren wohl kaum erreichen; doch zeigen die Injektionsversuche mit Glykoselösung, daß er manchmal bis in die kleinen cutanen Venen reicht.
3. Varicen verringern die Fähigkeit, durch Muskelbewegungen dem hydrostatischen Druck entgegenzuarbeiten, bedingen dadurch Filtrationsödeme und verhindern deren Resorption weit mehr als bei Gesunden. Wo dies Verhalten am ausgesprochensten ist, treten vornehmlich die Hautkomplikationen auf, und man darf daher einen ursächlichen Zusammenhang zwischen diesen Verhältnissen beim Ödem und bei den betreffenden Hautveränderungen annehmen.
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