Der Einfluß von Normalkost und Aderlässen auf die diätetische Hämosiderose weißer Ratten
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Zusammenfassung
Im Rattenversuch wird der Abbau einer diätetisch erzeugten Hämosiderose verfolgt. 3 Gruppen von je 10 weißen Ratten erhalten während 6 Monaten ausschließlich gekochten Maisgrieß mit Zusatz von 2% Ferricitrat. Die Tiere entwickeln bei dieser Kost in 26 Wochen eine schwere Hämosiderose von Leber, Milz und portalen Lymphknoten. 26 Wochen nach Abbruch der Mais-Eisendiät und Umstellung auf Normalkost verschwindet das Hämosiderin weitgehend aus den Geweben. Geringe Reste des Eisenpigmentes bleiben in den Pulpasträngen der Milz, in den Glissonschen Feldern der Leber und in den portalen Lymphknoten liegen. Am Parenchym und Zwischengewebe der Leber sind keine Schädigungen sichtbar. Unter dem Einfluß wiederholter Aderlässe wird der Hämosiderinabbau verstärkt: Milz und Leber enthalten nur noch Spuren und die übrigen Organe überhaupt kein Hämosiderin mehr.
Die diätetische Hämosiderose ist also völlig reversibel und löst auch keine histologisch faßbaren Gewebsveränderungen aus. Die Mobilisierung des Hämosiderins erfolgt spontan, kann aber durch wiederholte Aderlässe stark beschleunigt werden. Das Hämosiderin ist offensichtlich eine physiologische Form des Reserveeisens, die keine pathogenen Eigenschaften hat und jederzeit wieder abgebaut und zur Hämoglobinsynthese eingesetzt werden kann.
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