Die Rolle der Zellmembran bei Diabetes mellitus und ihre Beurteilung auf Grund der Verteilung von Glucose und Rhodanid im Organismus
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Zusammenfassung
- 1.
Die injizierte Glucose verteilt sich im Organismus in den extracellulären Flüssigkeiten (Blut und Interstitien).
- 2.
Die Glucoseverteilung bei Nichtdiabetikern geschieht gleichförmig, ähnlich wie die des Natrium-Rhodanats, während sie bei Diabetikern ungleichförmig vor sich geht.
- 3.
Aus der Berechnung und aus direkter Bestimmung in Blut und seröser Flüssigkeit (aus Blasen nach Hautvereisung) ergibt sich, daß bei Diabetes mellitus die Glucosekonzentration im interstitiellen Raum höher ist als im intravasalen Raum. Dies wird als Anpassung an die gestörte Glucoseentnahme aufgefaßt.
- 4.
Die Zellmembran und vor allem die Störung ihrer Permeabilitätsfunktion für Glucose scheint ein grundlegendes Element in der Pathogenese des Diabetes mellitus darzustellen.
- 5.
Die von uns in bezug auf die Glucoseverteilung formulierten Begriffe Standardgewebsverbrauch (SVG) und Standardzellverbrauch (SZV) für Glucose erhalten in diesem Falle einen funktionellen Sinn. Sie beschreiben quantitativ die Anstrengungen, die der Organismus macht, die Stoffwechselstörung zu kompensieren.
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Literatur
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