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über den Einflu\ der Wärmebehandlung auf die Eiwei\stoffe der Milch, mit besonderer Berücksichtigung der bei der Uperisation® angewandten Thermik

  • H. Hostettler
  • K. Lang
  • G. Czok
  • A. Fricker
  • W. Griem
  • K. Imhof
  • W. Kieckebusch
  • E. Krug
  • W. Pabst
  • J. Stein
Originalarbeiten

Zusammenfassung

Untersuchungen über die N-Verteilung in flüssiger Rohmagermilch, pasteurisierter, sterilisierter und uperisierter Magermilch, die jeweils aus derselben Ausgangsmilch stammten, ergaben, da\ durch die Hitzeeinwirkung eine Zunahme des bei pH 4,6 fällbaren Caseins eintritt, die bei der sterilisierten Milch am stärksten war. Dieser Anstieg war proportional der Abnahme an Molkenprotein, was auf eine Komplexbildung zwischen diesen Eiwei\stoffen zurückzuführen ist. Nach Lyophilisierung und anschlie\ender Rekonstitution der Milch ergaben sich analoge Werte. Bei der elektronen-optischen Untersuchung der Caseinpartikelchen zeigte sich mit steigender thermischer Belastung eine Umgestaltung in der Caseinverteilung. Die freie Elektrophorese ergab einen Rückgang des freiwandernden Molkenproteins mit zunehmender Wärmebelastung, der prozentuale Anteil desα-Caseins nahm zu. DerΒ-Casein-Anteil blieb bei Pasteurisierung und Uperisierung unverändert, bei der Sterilisierung wurde er gesenkt.

Im Tierversuch mit Ratten wurde gefunden, da\ durch eine Uperisation die biologische Wertigkeit der Milch nicht beeinträchtigt wird, da bezüglich Wachstum, Futteraufnahme und Proteinefficiency keine Unterschiede zwischen mit lyophilisierter Rohmagermilch, pasteurisierter und uperisierter Magermilch gefütterten Tieren gefunden wurden. Die Proteinefficiency war bei mit uperisierter Milch gefütterten Tieren gegenüber im Autoklaven sterilisierter Milch signifikant besser. Die Zusammensetzung der Blutserumproteine erfuhr keine Veränderung. Eine histologische Untersuchung der Tierorgane (Leber, Niere, Nebenniere, Milz, Herz, Hoden) ergab ebenfalls keinen Hinweis auf eine ungünstige Wirkung der uperisierten Milch; die Leberfunktionsprüfung wurde durch keines der eingesetzten Milchpulver beeinflu\t.

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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag 1965

Authors and Affiliations

  • H. Hostettler
    • 1
    • 2
  • K. Lang
    • 1
    • 2
  • G. Czok
    • 1
    • 2
  • A. Fricker
    • 1
    • 2
  • W. Griem
    • 1
    • 2
  • K. Imhof
    • 1
    • 2
  • W. Kieckebusch
    • 1
    • 2
  • E. Krug
    • 1
    • 2
  • W. Pabst
    • 1
    • 2
  • J. Stein
    • 1
    • 2
  1. 1.Wissenschaftlichen Abteilung der Ursina-AG Konolfingen-BernMedizinisch-Chemischen Institut der Universität BernDeutschland
  2. 2.Physiologisch-Chemischen Institut der Johannes-Gutenberg-Universität MainzDeutschland

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