Hautfaltenuntersuchungen an einer industriellen Population
- 22 Downloads
- 3 Citations
Zusammenfassung
An 200 männlichen und 100 weiblichen Angestellten bzw. nur leichte physische Arbeit ausübenden Werktätigen und an 30 Lastträgern haben wir an zehn Körperstellen mit dem Minnesota-Kaliber die Hautfaltenwerte bestimmt und zur Wertung der so erhaltenen Meßwerte verschiedene Rechenmthoden kritisch geprüft. Wir haben nachgewiesen, daß das Körperfett der „Muskelmänner” wesentlich kleiner ist, weiterhin daß das Körperfett in unserer industriellen Population bei beiden Geschlechtern wesentlich vergrößert ist, was auf eine Verfettung und bekannte überernährung unserer industriellen Bevölkerung hinweist.
Die Z.-logarithmische Transformation der Hautfaltenwerte hat keine Vorteile gegenüber der einfachen allgemein üblichen Berechnugsweise der Hautfaltengrößen ergeben. Es wurden Umrechnungsfaktoren angegeben. Durch Multiplizieren dieser Umrechnungsfaktoren mit den Hautfaltenwerten werden die Hautfaltenwerte der zehn Körperregionen auf eine gemeinsame Basis — Mittelwert der Hautfalten — konvertiert. Beim Vergleich zweier Gruppen soll der Mittelwert beider Gruppen durcheinander dividiert werden. Der so erhaltene Quotient, mit den konvertierten Hautfaltenwerten multipliziert, gestattet eine einfache Beurteilung der Zahlenwerte der Hautfaltengrößen beider Populationen. Es war festzustellen, daß die seitlich am Thorax und über dem Beckenkamm gemessenen Hautfaltenwerte übereinstimmen mit dem Mittelwert gleicherweise bei den Männern und Frauen. Bei den Männern sind die Hautfaltenwerte am Rücken (Subskapularpunkt) und am Oberarm (Trizepspunkt) etwas größer als der Mittelwert. An Hand eines größeren Materials ist darauf hinzuweisen, daß zur Reihenuntersuchung die Hautfaltenbestimmungen gut zu verwenden sind und zuverlässig verwertet werden können.
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.
Literatur
- Brozek, J., Biotypologie26, 98 (1965).Google Scholar
- Bugyi, B., Z. Morph. Anthrop.61, 207 (1969).Google Scholar
- Committee on Nutritional Anthropometry, Food and Nutrition Board. National Research Council. Recommendations concerning Body Measurements for the characterization of Nutritional Status. Human Biology28, 111 (1956).Google Scholar
- Edwards, D. A. W., W. H. Hammond, M. J. R. Healy, J. M. Tanner andR. H. Whitehouse, Brit. J. Nutrit.9, 133 (1955).CrossRefGoogle Scholar
- Garn, S. M., Human Biology27, 75 (1955).Google Scholar
- Jokl, E., Nutrition, Exercise and Body Composition (Springfield, Ill., 1964).Google Scholar
- Keys, A., Epidemiological Studies related to Coronary Heart Disease: Characterstic of Men aged 40–59 in seven countries (Tampere, Finnland, 1966).Google Scholar
- Keys, A. andJ. Brozek, Physiol. Reviews33, 245 (1953).Google Scholar
- Lange, K. O. andJ. Brozek, Amer. J. Phys. Anthropology19, 98 (1961).Google Scholar
- Lauter, S. undA. Terhedebrügge, Dtsch. Arch. klin. Med.181, 181 (1937).Google Scholar
- Merselis, J. G. undK. Texler, Z. Konstitutionslehre11, 576 (1925).Google Scholar
- Oeder, G., Med. Klinik1910, 657 (zit. nachMerselis undTexler).Google Scholar
- Parizková, J., Metabolism10, 794 (1961).Google Scholar
- Richer, P., Nouvelle Iconographie de la SalpÊtrière3, 20 (1890).Google Scholar