Archiv für Dermatologie und Syphilis

, Volume 88, Issue 1, pp 113–136 | Cite as

Über die Anwendung des grauen Öles (Oleum cinereum) zur Syphilisbehandlung

  • Karl Zieler
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Literatur

  1. 1).
    Wir wollen ja eine reichliche Aufnahme von Quecksilber erzielen und wünschen, “daß dieses in den Organismus eingeführte Quecksilber mit allen Organen und Geweben des Körpers in Verbindung trete. Wir werden um so mehr die Gewißheit erstreben, daß eine Kur wirklich diese gründliche Quecksilberwirkung erzielt habe, je weniger wir einen unmittelbaren Maßstab besitzen, ob dieser Erfolg auch wirklich eingetreten sei”. (Neisser, A. Die Einreibungskur. Sammlung klinischer Vorträge. Neue Folge Nr. 199, Leipzig 1897.)Google Scholar
  2. 2).
    Zitiert nach Ullmann, Erfahrungen über den Gebrauch des Oleum cinereum. Wien. med. Blätter 1889, Nr. 38-46.Google Scholar
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    Alle Vorschriften stimmen darin überein, daß nach dem Vorgang von Lang das metallische Quecksilber durch Extinktion in eine zur subkutanen Verwendung geeigncte Form gebracht wird.Google Scholar
  4. 1).
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    Vergl. hierzu besonders E. Lang, Behandlung der Syphilis mit subkutanen Injektionen von grauem Öl. Wien. med. Wochenschrift 1889, Nr. 48-50, desgl. E. Lang, Prof. Kaposis Mitteilungen über einen letal verlaufenden Fall nach Oleum cinereum-Injektionen. Wiener klinische Wochenschrift 1890. Nr. 43.Google Scholar
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  13. 1).
    Die eingeklammerten Zahlen bezeichnen die Anzahl der Injektionen zu 0·14 Hg.Google Scholar
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  20. 2).
    Wir empfehlen entweder das französische Präparat (Pharmacie Vigier, 12 boulevard Bonne Nouvelle, Paris) oder unser aus der Engel-Apotheke (Breslau IX, Scheitnigerstr. 28) bezogenes zu verwenden, da die klinische Apotheke an privatpersonen nicht liefern kann. Einer brieflichen Mitteilung von Herrn Geheimrat Neisser entnehme ich, daß auch in Batavia das Ol. cinereum (aus der Engel-Apotheke mitgenommen) sich sehr bewährt hat. Die Malayen, die sonst jede Injektionskur verabscheuen und einfach nicht wiederkommen, wenn sie Schmerzen haben, haben diese Kuren fast stets regelmäßig durchgeführt, sowohl Männer als Frauen.Google Scholar
  21. 1).
    Beiträge zur Syphilistherapie mit Ol. cinereum. Inaug.-Diss. Basel. 1892.Google Scholar
  22. 1).
    Anm. bei der Korrektur: Das ist, wie wir in der Zwischenzeit erfahren haben, bei zwei weiteren Fällen (ebenfalls Frauen) auch geschehen, aber erst einige Zeit nach Abschluß der Behandlung.Google Scholar
  23. 1).
    Bei der Sektion wurden in beiden Gesäßhälften tief subkutan gelegene haselnußgroße Einschmelzungen (wieviel?) gefunden, in denen sich makroskopisch und besonders mit der Lupe graue Körnchen nachweisen ließen. Diese Einschmelzungen konfluierten nicht miteinander.Google Scholar
  24. 1).
    Daß lange nach Injektionen, die zu Infiltraten geführt haben, Störungen auftreten können, wissen wir ja. So sah ich kürzlich einen Herrn, bei dem Infiltrate nach 3 Injektionen zu je 0·1 Hg thymolo-acet. sich 1 3/4 Jahre später unter gleichzeitiger starker Stomatitis gelöst hatten! In der Zwischenzeit hatte er eine energische Schmierkur durchgemacht, ohne daß die Knoten sich irgendwie gerührt hätten. Eine Beobachtung von Doutrelepont (Auftreten einer sehr schweren Enteritis 3–4 Wochen nach der letzten Kalomelinjektion in wöchentlichen Pausen) ist wohl ebenfalls auf Abkapselung und spätere gleichzeitige Resorption zurückzuführen. (Verhandlungen d. deutschen dermatologischen Gesellschaft. I. Kongreß. Prag 1889, pag. 344.)Google Scholar
  25. 1).
    Vergl. A. Neisser. I. Kongreß der Deutschen dermatologischen Gesellschaft. Prag 1889. p. 335. “Es verhält sich hier gerade so, wie häufig bei therapeutischen Empfehlungen und Prüfungen; es wird vor der Hand noch jeder Fall publiziert, der sich unangenehm oder störend bemerkbar macht, während es keinem mehr einfällt, alle unangenehmen Fälle und Erfahrungen, die bei den alten bereits nach allen Richtungen durchgeprüften Methoden sich ereignen, bei anderen Injektionsmethoden oder bei der Schmierkur, zu veröffentlichen. Ich selbst habe z. B. zufällig im Laufe der letzten vier bis sechs Wochen zwei Fälle bei Schmierkuren beobachtet, die sicher publiziert worden wären, wenn sie bei Injektionen von Kalomel oder Salizylquecksilber zur Beobachtung gekommen wären, bei Patienten, bei denen die Mundreinigung so exakt durchgeführt worden war, wie sie nur gewünscht werden kann, und die doch einmal nach fünf, das andere Mal nach sieben Einreibungen eine geradezu furchtbare Stomatitis bekamen, an der sie Wochen lang zu leiden hatten.”Google Scholar
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    Lévy-Bing, A., a. a. O. I. Kongreß der Deutschen dermatologischen Gesellschaft. Prag 1889. p. 335. “Es verhält sich hier gerade so, wieGoogle Scholar
  27. 1).
    Duhot, R. L'avortemen de la syphilis par le traitement intensif, a. a. O. I. Kongreß der Deutschen dermatologischen. Gesellschaft. Prag 1906. p. 335. “Es verhält sich hier gerade so, wieGoogle Scholar
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    Duhot, R. Le traitement intensif et abortif de la syphilis réalisé par les injektions d'huile grise. Bulletin de la société francaise de dermatologie et de syphiligraphie 1907, Nr. 5, pag. 143 ff.Google Scholar

Copyright information

© Wilhelm Braumüller 1907

Authors and Affiliations

  • Karl Zieler
    • 1
  1. 1.kgl. dermatologischen Universitätsklinik in BreslauBreslauPolen

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